Israel Heute Morgen

Gute Nachrichten für alle Soldaten, die heute früh wieder zurück zu ihren Standorten müssen und auch für die Bürger Tel Avivs und alle, die dort ihren Arbeitsplatz haben: Alle Bahnhöfe von Tel Aviv sind wieder geöffnet! Ein paar Worte über die ersten Regentropfen, Streit bei der Verleihung des Ofir-Preises für den besten israelischen Film und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Gute Nachrichten für alle Soldaten, die heute früh wieder zurück zu ihren Standorten müssen und auch für die Bürger Tel Avivs und alle, die dort ihren Arbeitsplatz haben: Alle Bahnhöfe von Tel Aviv sind wieder geöffnet! Das Chaos hat ein Ende, und das schon zwei Tage vorher als eigentlich vorgesehen war. Das war für viele eine willkommene Überraschung, als die Israelische Bahn gestern Abend nach Ausgang des Shabbats mitteilte, dass die Arbeiten an den Stationen schneller als erwartet beendet wurden, so dass die Züge schon ab heute früh wieder durch Tel Aviv fahren. Gerade am Sonntag ist das sehr wichtig, wegen der Soldaten. Die werden heute dann wieder pünktlich an ihren Standorten eintreffen. Und Tel Aviv wird nicht mehr vollgestopft mit Autos sein.

Gestern hatten wir einen richtig angenehmen Tag. Die Abkühlung begann bereits am Freitagabend. Und dann so gegen 21 Uhr hatten wir einen herbstlichen Augenblick, als es begann zu regnen. Ich liebe den Geruch der Luft, wenn es regnet. Ich bin dann auch sofort in den Garten gegangen, um ein paar Regentropfen abzubekommen. Doch nach ein paar Minuten war es auch schon wieder vorbei. Aber die Regenluft blieb noch ein wenig. Sie sehen, wie sehr wir hier auf den Regen warten. Wir haben genug vom Sommer. Auch gestern war es schon wieder wärmer geworden, die Klimaanlage kann noch keine Pause machen. Die neue Woche soll angenehm werden, aber ohne Regen. Morgen etwas kühler und ab Mittwoch gehen die Temperaturen dann wieder nach oben.

Und jetzt das Wetter für heute in Israel:

Heiter und trocken mit weiterem Temperaturanstieg. Gegen nachmittag an der Küste starke nördliche Winde . Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 36 Grad, Eilat am Roten Meer 37 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213.51 m unter dem Meeresspiegel, Tendenz sinkend.

In den israelischen Medien stand am Wochenende wieder einmal die Israelische Ministerin für Kultur und Sport Miri Regev im Mittelpunkt. Was war passiert? Am Donnerstag abend fand die jährliche Preisverleihung der israelische Film- und Fernsehindustrie statt. Statt einem Oskar wird dort der „Ofir-Preis“ für die besten Schauspieler, Drehbuchautoren, Regisseure und natürlich den besten Film verliehen. Als Ministerin für Kultur und verantwortlich für die Verteilung von Geldern an israelische Theater, der Filmindustrie und weiteren Kultureinrichtungen war auch Miri Regev anwesend. In einer der Darbietungen wurden dann von zwei Rapsängern Teile eines Gedichts des arabischen Dichters und Schrifstellers Mahmoud Darwish vorgetragen. Bereits kurz davor erhob sich die Ministerin Miri Regev von ihrem Sitz und verliess den Saal und löste damit einen wahren Tumult aus, der die ganze Zeremonie fast zum Platzen gebracht hätte. Nach dem Lied kehrte sie zurück und erklärte in ihrer Rede anlässliche der Preisverleihung, warum sie den Saal verlassen hatte. Ihre Rede wurde von Buh-Rufen aber auch von unterstützendem Applaus begleitet. Sie erklärte, dass sie nicht dazu bereit sei, den Worten eines Dichters zuzuhören, der sich gegen Israel ausspreche und in seinem Gedicht „das Fleisch der Juden esse“.
Darwish war Mitglied der PLO, hat unter anderem deren „Unabhängigkeitserklärung“ verfasst und gilt als Gegner Israels. Während ihrer Rede sprang ein Schauspieler auf die Bühne und wurde von Sicherheitsbeamten noch rechtzeitig aufgehalten und aus dem Saal geführt. Als am Ende der Veranstaltung der Preis für den besten Film, „Sandsturm“, verliehen wurde, weigerten sich die arabischen Schauspieler des Films, die Bühne zu betreten und anseiten der Ministerin Regev zu stehen.

Trailer des israelischen Films „Sandsturm“

Und noch etwas zum Film selbst, „Sandsturm“: Der Film zeigt das Leben von beduinischen Frauen in einem kleinen Beduinendorf im Süden Israels. Er erzählt die Geschichte einer 42-jährigen Frau, die die zweite Hochzeit ihres Mannes mit einer 20 Jahre jüngeren Frau vorbereitet, Sie akzepiert die Tradition ihres Stammes, obwohl dieses Ereignis sie innerlich zerstört. Gleichzeitig beichtet ihre 18-jährige Tochter, das sie mit einem Fremden ausgeht, der nicht zum Stamm gehört. Der Film hat international sehr viel Aufmerksamkeit erregt und wird Israels Kandidat für den amerikanischen Oskar für den besten ausländischen Film sein.

Und jetzt wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Sonntag, hier in Israel haben wir schon wieder die neue Arbeitswoche begonnen. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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