Guten Morgen liebe Leser!
Es wird wieder wärmer, eine weitere Hitzewelle hat sich angemeldet. Eigentlich war der ganze Monat Juli eine andauernde Hitzewelle mit kleinen Pausen. Die Klimaanlage arbeitet jetzt fast pausenlos. Bei so einem warmen Wetter gibt es nichts schöneres, als sich am Strand, am Meer zu erfrischen, so wie es die Kinder auf dem heutigen Foto machen. Sie nehmen an einem Sommerkurs teil , wo sie lernen, wie man auf den Wellen reitet. Natürlich darf man das dann nur dort machen, wo es erlaubt ist. Auch darf man nicht an Stränden, die nicht offiziell zum Badestrand erklärt sind, ins Wasser gehen. Leider gibt es immer wieder Menschen, die sich nicht daran halten und meinen, es besser zu wissen. Und genau das wurde am Wochenende einem hier in Israel sehr bekannten Sänger zum Verhängnis.
Amir Frisher Gutman wurde vor etwa 20 Jahren als Mitglied der Pop-Gruppe „Hi Five“ bekannt. Später versuchte er als Solist den Erfolg fortzuführen. Danach machte er sich als Sänger in Musicals und erfolgreicher Choreograph und Regisseur von zahlreichen beliebten Kinderfestivals einen Namen.
Hi Five zu Gast beim früheren Israelischen FernsehenIm vergangenen Jahr sollte es zu einer Wiedervereinigung der Gruppe Hi Five kommen, doch dann erkrankte Amir. Die Diagnose war Krebs. So begann er schwere Chemotherapien. Er dokumentierte diese schwere Zeit mit der Kamera, begann sich, zu verabschieden. Und dann, im März 2016 wandte sich das Blatt. Ein Labor in den USA kam zu dem Ergebnis, dass Amir gar keinen Krebs hatte, sondern eine infektiöse Krankheit mit ähnlichen Symptomen. Das war natürlich eine wahnsinnige Nachricht. Amir erholte sich von seiner Krankheit. Seine Geschichte wurde in allen Medien veröffentlicht. Vor einem Monat reichte er eine Klage gegen das Krankenhaus in Millionenhöhe ein, da er sich ohne Grund vier Chemotherapien unterzogen hatte. Am letzten Wochenende feierte er an einem Strand, der nicht als Badestrand ausgezeichnet ist, daher auch nicht von Rettungsschwimmern bewacht wird, seinen neuen ersten Geburtstag, ein Jahr nach der Nachricht, dass er kein Krebs hat. Er war dort mit Freunden, Familie und seinem Partner Yanay und deren Sohn Roy. Als er sah, dass seine Nichte zu weit ins Wasser gegangen war, eilte er ihr zu Hilfe. Dann wurde auch er von einer Welle erfasst. Er konnte sich nicht gegen die Strömungen und den Wellen durchsetzten und verlor die Besinnung. Am Strand anwesende Menschen halfen, ihn an Land zu ziehen. Er atmete nicht. Bis er im Krankenhaus war, vergingen um die 50 Minuten. Einen Tag lang kämpften die Ärzte um sein Leben, doch sie konnten nichts mehr machen. Im und vor dem Krankenhaus hatten sich zahlreiche Fans eingefunden, als der Leiter des Krankenhauses die traurige Nachricht vom Tod Amirs bekannt gab. Amir Frisher Gutman starb, genau ein Jahr nachdem er sein Leben quasi wiederbekommen hatte. Eine sehr tragische, fast unglaubliche Geschichte.
Amir war leider nicht der einzige, der am Wochenende im Meer ertrunken ist. Ich hoffe, dass die Menschen von diesen tragischen Fällen lernen werden und nur an offiziellen Badestränden ins Meer gehen. Das Leben ist doch viel zu schön, als es unter so tragischen Umständen zu verlieren. Also, passen Sie auf, wenn Sie an den Strand gehen, auf sich und auf Ihre Kinder.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Heiter mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Sehr warm im Landesinneren und in den Bergen, schwül an der Küste. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 34 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 30 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 41 Grad, Eilat am Roten Meer 43 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.545 m unter dem Meeresspiegel.
Und jetzt noch ein paar Worte bezüglich der mittlerweile berühmten Metalldetektoren am Tempelberg. Es war klar, das sie irgendwann wieder abgebaut werden. Die Krise um die israelische Botschaft in Jordanien „half“, den Abbau der Detektoren, der bereits in der Nacht begonnen hatte, zu begründen. Die Botschaftsmitarbeiter sind unterdessen wohlbehalten in Israel eingetroffen. Jetzt sollen also hochauflösende Kameras für die Sicherheit um und auf dem Tempelberg sorgen. Wie ich in der Zeitung las, sind die Moslems auch damit natürlich nicht einverstanden und wollen auch heute aus Protest dem Tempelberg fernbleiben. Diese neuen Kameras sollen übrigens nicht weniger als 100 Millionen Shekel, also um die 25 Millionen Euro kosten. Da sind wir, die Steuerzahler, wieder gefragt. Na, ich bin mal gespannt, wie es nun weitergehen wird.
Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Dienstag. Passen Sie auf sich auf und machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




