Israel Heute Morgen

Heute früh war es so richtig frisch, als ich aus dem Haus ging, um mich auf den Weg nach Jerusalem zu machen. Ein paar Worte über das gestrige Shavuot-Fest und Ausflügen in die Kibbuzim, neue, alte Probleme unseres Innenministers, biometrische Reisepässe und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute früh war es so richtig frisch, als ich aus dem Haus ging, um mich auf den Weg nach Jerusalem zu machen. Auch der gestrige Feiertag war sehr angenehm, was das Wetter betrifft. Gegen Abend kam eine frische Brise, die wir im sich nähernden Sommer vermissen werden. Die für heute angesagten Temperaturen werden hier bei uns als „für die Jahreszeit zu kühl“ bezeichnet. Mir ist klar, dass sie bei Temperaturen zwischen 24 Grad hier in Jerusalem und 35 Grad in Eilat nur darüber schmunzeln können.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem deutlichen Rückgang der Temperaturen. Für die Jahreszeit zu kühl. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 34 Grad, Eilat am Roten Meer 35 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt bei -213.09 m unter dem Meeresspiegel.

Shavuot liegt nun hinter uns, bei uns gab es im Laufe des Festes zwei Käsekuchen und einen Brokkoli-Auflauf, denn es ist ja Tradition, am Shavuot-Feiertag milchige Speisen zu sich zu nehmen. Eigentlich eine nette Sache, oder? Der neue israelische öffentliche Fernsehsender „KAN“ hatte in seinen Abendnachrichten über die Feiern des Shavuot-Festes berichtet. Viele Familien haben die Kibbuzim besucht und das Fest der Ernte gefeiert mit vielen Aktivitäten rund um die Landwirtschaft. Man muss nicht Hebräisch verstehen, um die Festtagsatmosphäre rund um Shavuot mitzubekommen.

Und nun ist erstmal Schluss mit den Feiertagen, bis zum 20. September, dann feiern wir das neue Jüdische Jahr. Jetzt stehen die mehr als 2 Monate langen Sommerferien vor der Tür, die mein jüngster Sohn schon sehnlichst erwartet.

Und was ist jetzt aktuell hier bei uns im Land? Seit einigen Tagen wird gegen unseren Innenminister Ariel Deri ermittelt. Er wird der Geldwäsche, des Betrugs und der Veruntreuung von Steuergeldern verdächtigt, die Polizei hatte ihn und seine Frau 11 Stunden lang verhört. Es ist nicht das erste Mal, im Jahr 2000 war er wegen Korruption zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Auch damals war er Innenminister, bereits im Jahr 1988 war er mit nur 29 Jahren der jüngste Minister in der Geschichte Israels gewesen.

Bild: Arie Deri und seine Frau Jaffa beim Verlassen ihrer Wohnung (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Dass er sich erneut der Korruption schuldig macht, hätte ich nicht erwartet. Denn seine Verurteilung aus dem Jahr 2000 hatte ihm seine Rückkehr ins Innenministerium nicht gerade leicht gemacht. Ich bin gespannt, wie sich diese Geschichte entwickeln wird. Es gibt hier bei uns viel zu viele Fälle, wo sich Politiker in Fällen der Korruption verwickeln. Es scheint ihnen sehr schwer zu fallen, sich zurückzuhalten, ihre Posten geben ihnen zu viele Möglichkeiten. Das ist etwas, das wir hier in den Griff bekommen müssen.

Wenn wir schon vom Innenministerium sprechen, ab heute gibt es hier bei uns nur noch biometrische Ausweise und Reisepässe. Bis gestern konnte man sich noch aussuchen, ob man einen alten Pass oder Ausweis haben möchte ohne Speicherung des Fotos und der Fingerabdrücke. Ab heute wird man nicht mehr gefragt. Allerdings kann man darum bitten, die Fingerabdrücke nicht zu speichern, allerdings bekommt man dann nur einen Ausweis oder Pass, der 5 Jahre statt 10 Jahre gültig ist. Die Gegner des Speicherns der biometrischen Daten befürchten, dass die Daten in falsche Hände geraten können. Auch die Polizei soll den Zugang zu diesen Daten bekommen und das ist genau der Punkt, der viele beunruhigt. Man traut den Polizisten nicht, dass sie die Daten vertrauenswürdig behandeln werden. Denn auch früher seien persönliche Daten aus dem Innenministerium von Polizisten gegen die Bestimmungen benutzt worden. Mich persönlich sorgt das nicht, ich hatte mir schon vor fast zwei Jahren biometrische Ausweise besorgt, da sie viel sicherer sind als die alten, denn die konnte man mit Leichtigkeit missbrauchen. Es gab genug Geschichten, wo jemand seinen Ausweis verloren hatte und er dann seine Identität regelrecht verloren hatte, weil andere in seinem Namen Geschäfte abwickelten oder Kredite aufnahmen, ohne sie dann zurückzuzahlen. Ich denke, wer keine Geheimnisse hat, hat keinen Grund, sich vor den biometrischen Ausweisen zu fürchten.

Mit dem biometrischen Pass geht es an der Passkontrolle viel schneller (Foto: Miriam Alster/Flash90)

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und ruhigen Donnerstag, die Woche ist schon wieder zuende. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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