Am 5. Mai 2025 führte Israel einen umfassenden Luftangriff auf Huthi-Stellungen im jemenitischen Hodeida durch. Dieser Einsatz war eine direkte Reaktion auf den Raketenangriff der Huthi-Rebellen am Vortag, bei dem eine ballistische Rakete in der Nähe des Ben-Gurion-Flughafens einschlug und mehrere Menschen verletzte
Laut Angaben der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) beteiligten sich rund 20 Kampfflugzeuge an dem Einsatz. Dabei wurden über 50 präzisionsgelenkte Bomben auf strategische Ziele abgeworfen, darunter der Hafen von Hodeida und eine nahegelegene Zementfabrik. Diese Einrichtungen gelten als zentrale Umschlagplätze für iranische Waffenlieferungen an die Huthis.

Der Angriff auf den Ben-Gurion-Flughafen am 4. Mai war der erste erfolgreiche Huthi-Raketenangriff auf israelisches Territorium seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023. Die Rakete schlug in der Nähe von Terminal 3 ein und verletzte acht Menschen. Die israelischen Abwehrsysteme, darunter Arrow 3 und das US-amerikanische THAAD, konnten die Rakete nicht abfangen.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte eine entschlossene Reaktion an: „Wir haben gehandelt und werden wieder handeln“, sagte er. „Es wird Schläge geben.“
Obwohl arabische Medien von einer Beteiligung der USA an den Luftangriffen berichteten, erklärte ein US-Beamter gegenüber Axios, dass Washington zwar im Voraus informiert gewesen sei, aber nicht direkt an dem Einsatz teilgenommen habe
Die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, haben seit Beginn des Gaza-Krieges mehrfach Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert. Sie sehen ihre Angriffe als Solidaritätsbekundung mit den Palästinensern. Israel betrachtet die Huthis als Teil eines von Teheran gesteuerten Netzwerks, das darauf abzielt, die Region zu destabilisieren.
Der jüngste israelische Luftangriff markiert die sechste derartige Operation gegen Huthi-Ziele im Jemen seit dem Sommer 2024. Die IDF betonte, dass sie weiterhin bereit sei, auf Bedrohungen aus dem Jemen mit militärischen Mitteln zu reagieren.




