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Israel eliminiert Hamas-Kommandeur beim Wiederaufbau des Tunnelnetzes

Sharif al-Hasanat war nach Angaben der israelischen Armee am Wiederaufbau der unterirdischen Hamas-Infrastruktur beteiligt und plante weitere Angriffe.

Palästinenser nehmen an der Beerdigung eines Palästinensers teil, der bei einem israelischen Angriff im Flüchtlingslager Nuseirat im zentralen Gazastreifen getötet wurde, 19. August 2026. Foto: Ali Hassan/Flash90

Die israelische Armee hat im zentralen Gazastreifen einen Hamas-Kommandeur eliminiert, der nach Angaben des Militärs maßgeblich an Versuchen beteiligt war, das während des Krieges beschädigte Tunnelnetz der Terrororganisation wiederherzustellen.

Bei dem am Samstag im Raum Deir al-Balah getöteten Sharif al-Hasanat handelte es sich nach Angaben der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte um einen Kompaniechef im Deir-al-Balah-Bataillon des militärischen Flügels der Hamas. Während des Krieges habe al-Hasanat an führender Stelle an Bemühungen mitgewirkt, die unterirdische Infrastruktur der Terrororganisation wiederherzustellen.


Auch in jüngster Zeit habe der Hamas-Kommandeur weiterhin Terroranschläge gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorangetrieben. Nach Angaben der Armee stellte er eine unmittelbare Bedrohung für die im Gazastreifen stationierten israelischen Truppen dar und wurde deshalb angegriffen und eliminiert.

Vor dem Angriff seien Maßnahmen getroffen worden, um das Risiko für unbeteiligte Zivilisten zu verringern. Dazu gehörten nach Angaben der Armee der Einsatz präziser Munition sowie die Überwachung aus der Luft.

Israelische Truppen des Südkommandos sind weiterhin entsprechend den geltenden Vereinbarungen im Gazastreifen stationiert. Die Armee erklärte, sie werde auch weiterhin gegen unmittelbare Bedrohungen für ihre Soldaten und die israelische Zivilbevölkerung vorgehen.

Der Tod al-Hasanats ist Teil einer Reihe gezielter israelischer Operationen gegen Hamas-Kommandeure, die trotz der derzeitigen Vereinbarungen nach Angaben der Armee weiterhin am Wiederaufbau der militärischen Strukturen der Organisation und an der Vorbereitung neuer Angriffe beteiligt sind.

Bereits am Freitag hatte die Armee die Eliminierung eines weiteren Hamas-Kommandeurs bekanntgegeben. Sabahi Sami Mahmoud Shahata, ein Zugführer im militärischen Flügel der Hamas, wurde demnach zwei Tage zuvor bei einem israelischen Angriff im Raum Nuseirat im zentralen Gazastreifen getötet.


Shahata war nach Angaben der Armee am 7. Oktober 2023 nach Israel eingedrungen und hatte sich an dem Massaker beteiligt. Während des anschließenden Krieges war er zudem an der Gefangenhaltung mehrerer israelischer Geiseln beteiligt.

Im November 2023 nahm Shahata nach Angaben der IDF im Rahmen des damaligen Abkommens über die Freilassung israelischer Geiseln auch an einer der von der Hamas inszenierten Übergaben teil, bei der freigelassene Geiseln Vertretern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz übergeben wurden.

Auch Shahata habe zuletzt versucht, neue Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten vorzubereiten. Die Armee erklärte, der Angriff auf ihn sei erfolgt, um diese Bedrohung zu beseitigen.

Daneben kam es in den vergangenen Tagen zu weiteren Zwischenfällen entlang der sogenannten Gelben Linie, hinter der die israelischen Streitkräfte derzeit stationiert sind. Am Freitag identifizierten Soldaten im zentralen Gazastreifen einen mit einem Messer bewaffneten Hamas-Terroristen, der sich der Linie näherte und sie anschließend überschritt. Die Soldaten nahmen den Mann fest; er wurde zur Vernehmung nach Israel gebracht.

In einem weiteren Zwischenfall im südlichen Gazastreifen überschritt ein Terrorist nach Angaben der Armee ebenfalls die Gelbe Linie und näherte sich israelischen Soldaten auf eine Weise, die als unmittelbare Bedrohung eingestuft wurde. Die Soldaten eröffneten daraufhin das Feuer und töteten den Mann.

Die jüngsten Vorfälle unterstreichen zugleich eines der zentralen Probleme bei den Bemühungen um eine dauerhafte Regelung für den Gazastreifen: die weiterhin bestehende militärische Infrastruktur der Hamas. Trotz schwerer Verluste während des Krieges versucht die Terrororganisation nach israelischen Erkenntnissen, Teile ihrer Strukturen wiederaufzubauen – darunter insbesondere das weitverzweigte unterirdische Tunnelsystem.


Israel hat wiederholt deutlich gemacht, dass ein Wiederaufbau des Gazastreifens aus seiner Sicht nicht mit einem Wiederaufbau der militärischen Fähigkeiten der Hamas einhergehen darf. Die israelische Armee setzt deshalb ihre Operationen gegen Terroristen fort, die nach ihren Erkenntnissen eine unmittelbare Gefahr darstellen oder an der Wiederherstellung der militärischen Infrastruktur der Hamas beteiligt sind.

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Patrick Callahan

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