Israel hat in der Nacht zu Donnerstag die sterblichen Überreste des Geisels Meny (Menachem) Godard aus Gaza zurückgeführt. Godard war am 7. Oktober 2023 im Kibbutz Be’eri von Terroristen des Palästinensischen Islamischen Dschihad ermordet und anschließend in den Gazastreifen verschleppt worden. Er war 73 Jahre alt. Seine Frau Ayelet Godard wurde bei dem Angriff ebenfalls getötet. Die Familie hinterlässt vier Kinder und sieben Enkelkinder.
Nach Angaben des israelischen Regierungsbüros erhielten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) und der Inlandsgeheimdienst Shin Bet den Sarg über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz innerhalb des Gazastreifens. Anschließend wurden die Überreste zu den IDF-Kräften gebracht und in einer militärischen Zeremonie, an der auch der Oberrabbiner der Armee teilnahm, nach Israel überführt.
Zur endgültigen Identifizierung gelangten die sterblichen Überreste in das Nationale Institut für Gerichtsmedizin des Gesundheitsministeriums in Abu Kabir, Tel Aviv. Alle betroffenen Familien wurden informiert.
In einer Erklärung sprach die Armee den Angehörigen ihr tiefes Beileid aus und betonte, man setze „alle Anstrengungen fort, um alle gefallenen Geiseln zurückzubringen“ und sei bereit für die weitere Umsetzung der laufenden Waffenstillstandsvereinbarung. Die Regierung forderte Hamas auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und alle noch in Gaza befindlichen Leichen an Israel zu übergeben.
Derzeit halten palästinensische Terrororganisationen weiterhin die Körper von drei weiteren Geiseln fest: dem israelischen Soldaten Sgt. Ran Gvili, dem Zivilisten Dror Or sowie dem thailändischen Staatsbürger Sudthisak Rinthalak, der am 7. Oktober 2023 in Israel gearbeitet hatte.
Gemäß dem von den USA vermittelten Waffenstillstands- und Geiselabkommen, das am 13. Oktober in Kraft trat, hat sich Hamas verpflichtet, insgesamt 28 Leichen zur Bestattung zurückzugeben. Medienberichten zufolge verzögert die Terrororganisation die Übergaben, um einer im zweiten Abschnitt des Abkommens vorgesehenen Entwaffnung durch internationale Kräfte auszuweichen.




