Die Alpinisteneinheit der Israelischen Armee (IDF) hat ihre jährliche Trainingsserie unter extremen Winterbedingungen erfolgreich abgeschlossen. Wie die Armee am Freitag mitteilte, dienten die Übungen der gezielten Vorbereitung auf Schnee, Kälte und schwieriges Hochgebirgsgelände auf dem Berg Hermon – und damit auch der Absicherung des dortigen Skigebiets für Besucher.
Die Reservisten-Spezialeinheit ist auf Einsätze bei niedrigen Temperaturen und im Schnee spezialisiert. In diesem Jahr konnte das Training erstmals auf dem Gipfel des Bergs Hermon stattfinden, der bis zum Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 unter syrischer Kontrolle gestanden hatte. Die Soldaten trainierten das Operieren in komplexem, alpinem Gelände und setzten dabei ihre speziell für extreme Witterungsbedingungen entwickelte Ausrüstung ein, wie die IDF-Sprecherstelle erklärte.
Parallel dazu war die Einheit in den vergangenen Tagen gemeinsam mit der 810. Gebirgsbrigade der IDF in einer defensiven Mission auf dem Berg Hermon eingesetzt. Diese erfolgte abgestimmt mit der laufenden Sicherung im Raum der Golanhöhen und hatte zum Ziel, die Voraussetzungen für eine sichere Öffnung des Hermon-Gebiets für die Öffentlichkeit zu schaffen.
Der Berg Hermon ist der einzige Ort in Israel mit verlässlichem Schneefall im Winter. Das Skigebiet an den südöstlichen Hängen des Berges war infolge des Krieges gegen die Hisbollah im Libanon 16 Monate lang geschlossen. Zwar wurde die Anlage im vergangenen Jahr wieder geöffnet, ein regulärer Skibetrieb war jedoch aufgrund von Schäden an den Liftanlagen durch Hisbollah-Beschuss nicht möglich.
Derzeit ist der Zugang nur nach Voranmeldung und mit Einschränkungen möglich. Besuchern stehen eine begrenzte Seilbahnnutzung, Rodelmöglichkeiten sowie ein eigener Bereich für Kinder zur Verfügung. Israel kontrolliert rund sieben Prozent des Bergs Hermon; das Skigebiet selbst nimmt etwa ein Prozent der Gesamtfläche ein.




