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Hamas-Tunnel mehrere hundert Kilometer länger als angenommen

Israel geht davon aus, dass die islamistische Gruppe zwischen 350 und 450 Kilometer an unterirdischer Terrorinfrastruktur gebaut hat.

IDF-Soldaten führen Aktivitäten im Gazastreifen durch, 16. Januar 2024. Bild: IDF.

Das Terrortunnelnetz der Hamas im Gazastreifen sei noch umfangreicher als bisher angenommen, zitierte die New York Times am Dienstag hochrangige israelische Verteidigungsbeamte. Nach neuen Schätzungen soll es mehr als 5.700 Zugangsschächte geben.

Nach intensiven Anti-Terror-Kampfeinsätzen in der südlichen Hamas-Hochburg Khan Yunis in den letzten Wochen geht Israel nun davon aus, dass die islamistische Gruppe zwischen 350 und 450 Kilometer an unterirdischer Terrorinfrastruktur gebaut hat, während man zuvor von 250 Kilometern ausgegangen war.

Obwohl die Zahl nicht verifiziert werden konnte, bezeichnete die Times Israels aktualisierte nachrichtendienstliche Einschätzung als „außergewöhnlich“, insbesondere angesichts der Tatsache, dass der Gazastreifen nur etwa 25 Kilometer lang und (an seiner breitesten Stelle) sieben Kilometer breit ist.

In einem von der Zeitung zitierten Fall entdeckten Soldaten der israelischen Verteidigungskräfte bei einer Razzia in der Wohnung eines Hamas-Terroristen eine Wendeltreppe, die zu einem etwa sieben Stockwerke tiefen Tunnel führte.

Der israelische Geheimdienst fand heraus, dass es allein unter der Stadt Khan Yunis etwa 100 Kilometer an Tunneln gibt, so die Times.

Es wird vermutet, dass sich der Hamas-Chef im Gazastreifen, Yahya Sinwar, der das Massaker vom 7. Oktober an rund 1.200 Menschen in Israel geplant hat, in Khan Yunis versteckt hält, wo er sich Berichten zufolge mit einer großen Anzahl von Geiseln umgeben hat, um die IDF daran zu hindern, einen Luftangriff auf seinen Aufenthaltsort auszuführen.

Phase im nördlichen Gazastreifen ‚abgeschlossen‘

Am Montag, 80 Tage nach Beginn der Bodenoffensive des jüdischen Staates, hat Verteidigungsminister Yoav Galant das bevorstehende Ende der schweren Kampfhandlungen im südlichen Teil des Gazastreifens angekündigt.

„Die intensive Manöverphase im Norden des Gazastreifens ist beendet, und auch im Süden wird sie bald enden“, sagte Gallant am Montagabend.

„Vor etwa drei Monaten … haben wir die Phasen der Umsetzung festgelegt und deutlich gemacht, dass die intensive Manöverphase etwa drei Monate dauern wird – im Norden des Gazastreifens ist diese Phase abgeschlossen“, sagte der Verteidigungsminister.

Im Süden des Gazastreifens werden wir dieses Ziel bald erreichen, und an beiden Orten wird der Moment kommen, „in dem wir zur nächsten Phase übergehen“, so Galant.

IDF-Soldaten bei einem Einsatz im Gazastreifen, 16. Januar 2024. Foto: IDF.

Die IDF kündigte am Dienstag an, dass die verdeckte Anti-Terror-Einheit Duvdevan den Gazastreifen verlassen und an ihren regulären Standort in Judäa und Samaria zurückkehren wird.

Die Ankündigung erfolgte einen Tag, nachdem die 36. Division, die größte reguläre Panzerdivision der IDF, zu der auch die Golani-Infanteriebrigade gehört, den Gazastreifen verließ, um sich zu erholen und zu trainieren.

Vor ihrer Abreise führten die Duvdevan-Truppen eine Razzia gegen „Dutzende“ von Terroreinrichtungen im südlichsten Teil von Khan Yunis durch und töteten bei einem Feuergefecht einen Trupp bewaffneter Terroristen, teilte die IDF am Dienstag mit.

Darüber hinaus durchsuchten Soldaten der Spezialeinheiten Maglan und Egoz die Büros hochrangiger Befehlshaber der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Dschihad in Khan Yunis, heißt es in der Erklärung. In einem Büro entdeckten die Soldaten eine große Menge an Gewehren, Munition und Granaten.

Die Armee schaltete auch Überwachungskameras aus, mit denen die Hamas die Bewegungen der Truppen verfolgte, um sie anzugreifen. Zuvor hatte ein Hubschrauber der israelischen Luftwaffe am Dienstag ein „Beobachtungsgerät“ abgeschossen, das die Truppen bedrohte, so die IDF.

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Hamas-Tunnel mehrere hundert Kilometer länger als angenommen”

  1. Roland Kunz sagt:

    Mit dem Geld, das für den Bau der Tunnels verschwendet wurde, hätte der Gazastreifen in eine blühende Küstenregion verwandelt werden können. Aber eben, die Hamas will keine Verbesserung der Lebensumstände ihres Volkes, sondern den Tod der Juden. Wann kommt diese Tatsache endlich in den westlichen Köpfen an, vor allem in jenen der Politiker.

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