Guten Morgen Israel – Warten auf den Sommer

Seit Wochen haben wir mit den Viren des Winters zu kämpfen. Die Grippe geht um.

Tel Aviv am Strand im Winter
Ben Kelmer/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Nachdem wir am Wochenende nach den heftigen Regenschauern und dem Sturm endlich mal wieder die wärmende Sonne genießen konnten, wurde ich gestern am frühen Abend von einem Wolkenbruch überrascht. Ich war gerade dabei, meine erwachsenen Kinder von allen möglichen Orten wieder einzusammeln und nach Hause zu fahren (das scheint wohl niemals aufzuhören), als sich die Himmelstore öffneten und eine regelrechte Wasserwand auf uns fiel. Plötzlich waren wir wieder mitten drin im Winter. Mein Sohn war klatschnass von etwa 3 Minuten im Freien. Das war die Zeit, die er brauchte, um vom Fitness-Zentrum zum Auto zu kommen. Und dann musste ich an die Wäsche denken, die noch draußen im Garten zum „Trocknen“ stand. Später musste unser Wäschetrockner ran.

Auch unsere Klimaanlage ist jetzt wieder in Betrieb, aber diesmal nicht zum Kühlen, sondern zum Heizen. Ja, auch bei uns in Modiin kann es kalt sein. Und irgendwie begann ich, an den Sommer zu denken. So schnell vergisst man das Leid in der extremen Hitze, besonders in Modiin. Ja, ich möchte es wieder warm haben, gebt mir die Sonne, die Hitze zurück!

Heute früh war es draußen so richtig grau, nebelig und feucht. Unangenehm. Seit Wochen schleppe ich meine Erkältung mit mir herum, sie ist mein ständiger Begleiter in diesem Winter geworden. Und ich bin nicht der Einzige. Auch bei uns in der Redaktion sind wir momentan etwas weniger, wir alle haben mit den Viren des Winters zu kämpfen.

Besonders stark hat uns in diesem Jahr die Grippewelle getroffen. Schon viel zu viele Menschen sind dieser Krankheit in diesem Winter erlegen, 25 ist die aktuelle Zahl. Und die Menschen stehen Schlange, um sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Das war etwas, um das ich mich früher nie gekümmert hatte. Aber man sollte diese Krankheit erst nehmen. Doch bei unseren Krankenkassen ist der Impfstoff gegen die Grippe knapp geworden, jetzt, nachdem das Gesundheitsministerium die Bevölkerung dazu aufgerufen hatte, sich impfen zu lassen. Doch um ausreichend Impfstoff haben sie sich dort anscheinend nicht gekümmert. Das mag wohl auch daran liegen, dass wir seit fast einem Jahr keine gewählte Regierung mehr haben. Aber in anderthalb Monaten gehen wir ja wieder wählen, danach wird dann alles besser. Wird es das?

Bis zum Frühling müssen wir uns noch etwas gedulden. Und der Winter ist ja auch gut für das Land. Doch sollte sich der Regen lieber etwas über den gesamten Zeitraum des Winters verteilen. Denn zu viel Wasser auf einmal ist nicht gut für die Landwirtschaft und gefährlich für die Menschen, wie wir es leider erfahren mussten.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt mit gelegentlichen Regenschauern im Norden und Zentrum des Landes. Die Temperaturen werden etwas ansteigen und der Jahreszeit entsprechend sein. In der kommenden Nacht kann es an der Küste noch zu leichteren Regenschauern kommen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 12 Grad, Tel Aviv 17 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad, am Toten Meer 20 Grad, Beersheva 17 Grad, Eilat am Roten Meer 21 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um weitere zwei Zentimeter angestiegen und liegt jetzt bei -210.84 m unter dem Meeresspiegel. Seit Beginn dieses Winters ist der Pegel um einen Meter gestiegen.

Und jetzt noch etwas in eigener Sache. Seit gestern haben wir wieder den täglichen Newsletter mit den aktuellen Artikeln unserer Internetseite. Sie sehen, wir haben ein offenes Ohr für Ihre Meinungen. Um den täglichen Newsletter zu erhalten, melden Sie sich bitte hier an. Wir freuen uns, dass Sie bei uns sind. Gerne würden wir Sie auch als Mitglied der Israel Heute Gemeinde begrüßen. Für unsere Mitglieder haben wir uns einige Neuheiten ausgedacht. Um Mitglied von Israel Heute zu werden, kicken Sie ganz einfach hier.

Und jetzt wünsche ich Ihnen zusammen mit meinen Kollegen der Israel Heute Redaktion einen wunderbaren Montag. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Jerusalem!

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