Guten Morgen Israel – Corona, hau ab!

Der Lockdown ist vorbei, wir können uns endlich wieder frei bewegen. Die Proteste gegen Netanjahu gehen weiter. Für seine Gegner ist er der Sündenbock für alles. Wir haben keine Lust mehr auf Corona.

von Dov Eilon | | Themen: Guten Morgen
Protest gegen Netanjahu auf dem Dizengoff Platz Foto: Tomer Neuberg/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Seit 7 Uhr heute früh sind wir wieder freie Menschen, wir dürfen uns weiter völlig frei vom Haus entfernen und besuchen, wen wir wollen. Jetzt können wir endlich wieder nach Tel Aviv fahren, um unseren Sohn zu sehen. Wir können endlich wieder an das Meer fahren. Unsere Tochter kann sich nach fast zwei Monaten wieder mit ihrem Freund treffen. Ihre Freundschaft wurde wirklich auf eine harte Probe gestellt.  Es ist nicht einfach, in einem Jahr wie dieses eine Beziehung zu pflegen. Zum Glück haben wir die Technik, die sehr dabei hilft, die Entfernung zwischen den Menschen zu verkürzen. Ihr Freund war eigentlich ständig bei uns zu Besuch. Leider nur virtuell, aber ich habe seine Stimme sehr oft am Tag gehört. Das erste Treffen wird sicher ein sehr emotionales Treffen werden.

Am wieder einmal sehr schnell vergangenen Wochenende mussten wir noch einmal ohne unseren ältesten Sohn auskommen, da dieser Lockdown in der Nacht zum Freitag noch einmal und wie immer in letzter Minute bis heute früh um 7 Uhr verlängert wurde. Die Art und Weise, wie in dieser Regierung Entscheidungen getroffen werden, ist in meinen Augen skandalös. Ich kann auch die Unzufriedenheit der Bürger verstehen, die auf die Straße gehen, um zu demonstrieren und auf ihre schlechte Lage aufmerksam zu machen. Allerdings geht es in dem heutigen Titelbild nicht um eine Demonstration gegen Corona, sondern wieder um einen Protest gegen Ministerpräsident Netanjahu. Ich hätte Verständnis für einen Protest gegen die Art und Weise, wie unsere Regierung mit dieser Krise umgeht, wie sie immer wieder das ganze Land bis zur letzten Sekunde in Atem hält in Bezug auf irgendwelche Erleichterung in den Maßnahmen. Die Streitereien zwischen Blau-Weiß und dem Likud sind einfach nur peinlich. In einem Kindergarten benimmt man sich besser. Aber was mich an diesen Demonstrationen stört, ist die Tatsache, dass Netanjahu jetzt auch direkt für die mehr als 5000 an Corona gestorbenen Menschen verantwortlich gemacht wird.

„Netanjahu flüchtet vor dem Gericht über unseren 5000 Leichen…“ – Das geht zu weit

Man kann die Begeisterung der Demonstranten spüren, Netanjahu einfach für alles verantwortlich zu machen. Auch in den zahlreichen Veröffentlichungen auf Facebook spüre ich den Hass, den die Gegner Netanjahus anscheinend empfinden und völlig schamlos verbreiten. Das geht meiner Ansicht nach viel zu weit.

Aber jetzt versuche ich, optimistisch zu sein. Ich freue mich, dass der Lockdown nun beendet ist und wir wieder hinfahren können, wo wir wollen. Wir haben keine Lust mehr auf Corona und wollen jetzt endlich wieder einen ganz normalen Alltag haben. Eigentlich sind wir ja auch auf dem Weg, die Impfungen schreiten voran. Wenn der größte Teil der Bevölkerung geimpft sein wird, dann könnte hier alles wieder geöffnet werden. Der Flughafen bleibt noch bis zum 20. Februar geschlossen. Was wird dann geschehen? Wann werden wir wieder Touristen hier bei uns auf den Straßen sehen?

Und nun zum Wetter:

 

Das Wetter für heute in Israel

Teils heiter, teils wolkig ohne eine bemerkenswerte Veränderung der Temperaturen.  Es bleibt frühlingshaft. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 16 Grad, Tel Aviv 19 Grad, Haifa 16 Grad, Tiberias am See Genezareth 21 Grad, am Toten Meer 21 Grad, Beersheva 21 Grad, Eilat am Roten Meer 22 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um einen weiteren Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei – 209,61 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen nur noch 81 Zentimeter  bis zur oberen Grenze!

Blühende Alpenveilchen, erste Zeichen des Frühlings

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag, genießen Sie ihr Wochenende, das bei uns schon wieder vorbei ist. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Modiin!

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