Der Fisch auf dem Teller der Verbraucher wird immer öfter nicht gefangen, sondern in Fischfarmen gezüchtet. Dieser Bereich der Aquakultur ist ein enormer Wachstumsmarkt und wird die Fischproduktion auf lange Sicht prägen.
Professorin Berta Levavi-Sivan von der Hebräischen Universität Jerusalem hat zwei Moleküle untersucht, die beim Wachstum von Fischen eine wichtige Rolle spielen: „Neurokinin B” (NKB) und “Neurokinin F” (NKF). Diese werden vom Gehirn des Fisches ausgegeben und behindern deren Wachstum. Levavi-Sivan hat daraufhin andere Moleküle entwickelt, die die Effekte von NKF und NKB aufheben und so das Wachstum fördern. Sie können der Nahrung der Farmfische zugefügt werden. Tests haben bereits sehr gute Ergebnisse erzielt: Junge TelapiaFische waren mit der Nahrungsergänzung nach zwei Monaten um 25Prozent größer als die Kontrollgruppe. Bisher wurden 20 weitere Fischarten gefunden, bei denen dieses Verfahren angewendet werden kann.
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