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MitgliederFaktencheck: Verhältnismäßigkeit – Was oft falsch verstanden wird

Fast jede Diskussion zur Verhältnismäßigkeit von militärischen Aktionen im Krieg ist von völlig falschen Ansichten und Vorstellungen durchdrungen. Nur wenige wissen, was das Völkerrecht tatsächlich dazu sagt.

Zerstörung im Kibbutz Kfar Aza. Foto: Arie Leib Abrams/Flash90

Dieser Artikel erschien in der aktuellen Januar– Februar– Ausgabe von Israel Heute. Israel Heute – Mitglieder lesen die Artikel zuerst. Noch kein Mitglied? Klicken Sie hier!

 

Wenn man „Verhältnismäßigkeit“ beurteilt, ist der Standardansatz die Vorstellung, dass Dinge immer auf mehreren vergleichbaren Wegen möglich sind. Es führt jedoch leicht zu Fehleinschätzungen, wenn die Verhältnismäßigkeit im Zusammenhang mit den Gesetzen der Kriegführung diskutiert wird.

 

MISSVERSTÄNDNISSE

Zunächst sind zwei Missverständnisse zu klären, die fast jede Diskussion zu diesem Thema durchdringen, die aber solche Diskussionen zumindest im Kontext des Völkerrechts irrelevant machen. Die Verhältnismäßigkeit im Völkerrecht ist mit Blick auf einen einzelnen Schlagabtausch konzipiert. Die Anwendung des Gedankens auf einen gesamten Konflikt ist unsinnig. Man fordert dann etwa einen „fairen Kampf“. Es gibt jedoch keine Bestimmung im Völkerrecht, nach der ein Krieg ein fairer Kampf sein müsse. Es gibt auch keine Vorschrift im Völkerrecht, nach der eine Kriegspartei sich auf ein...

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Patrick Callahan

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