Erste Tage in Jerusalem

Unsere neue Praktikantin ist in Jerusalem gut angekommen und ist bereits ein fester Bestandteil unserer Redaktion. Hier sind ihre ersten Eindrücke.

Eliane mit Kollegen der Redaktion
Israel Heute

Nach meiner Abschlussprüfung vom Hebräischkurs in Haifa hieß es, Abschied nehmen und ab nach Jerusalem. Ein neues Kapitel beginnen. Dabei war ich gefühlt doch erst in Haifa angekommen. Es fühlte sich auf jeden Fall nicht so an, als sei ein ganzer Monat schon um. Durch das intensive Programm, das viele Lernen und die Hausaufgaben kam nie Langeweile auf und die Zeit ging schnell vorbei. Es fiel einem teilweise nicht leicht, sich von den vielen Menschen aus aller Welt, die man während des Kurses kennengelernt hatte, und von denen einige zu Freunden geworden sind, zu verabschieden. Aber ich bin mir sicher, einige Freundschaften werden bleiben und vielleicht trifft man sich mit einigen auch mal wieder. Vielleicht ja auch in Israel.

Nachdem ich wegen der Abschlussprüfung und vor Aufregung in meiner letzten Nacht in Haifa kaum schlafen konnte, wartete ein langer und erschöpfender Tag auf mich. Erst Unterricht, dann die Prüfung, Packen, Auschecken, Verabschieden und nach Jerusalem fahren. Ich war sehr froh, nach diesem langen Tag und einer doch etwas anstrengenden Reise, Jerusalem zu erreichen und mich ausruhen zu können — anzukommen. Am nächsten Tag hatte ich dann immer noch genug Zeit, die Gegend zu erkunden, mein neues Zuhause etwas mehr kennenzulernen, einzukaufen und etwas zu backen. (Darauf habe ich mich in Haifa, wo ich lediglich Wasser kochen und etwas in der Mikrowelle erhitzen konnte, schon sehr gefreut.)

Ich teile mir hier eine Wohnung mit zwei anderen israelischen Mädchen, die allerdings beide gleich über das Wochenende weggefahren sind, nachdem sie mir eine kurze Tour durch die Wohnung gegeben und alles Wichtige erklärt hatten. Ich war also schnell alleine in meiner neuen und noch fremden Wohnung in einem fremden Land. Zum Glück habe ich einen tollen Freund, der mich trotz der Entfernung sehr unterstützt und der in der Nacht mit mir am Telefon blieb, bis ich eingeschlafen war. Ansonsten hätte ich bestimmt die halbe Nacht wachgelegen und mir Gedanken gemacht.

Am Schabbat war ich zum Gottesdienst in einer messianischen Gemeinde, in der ich bei meinen letzten Besuchen im Land schon einige Male war. Wie ich es nicht anders von Israel kenne, wurde ich hier sehr herzlich empfangen und fand schnell Anschluss und neue Freunde beim gemeinsamen Mittagessen nach dem Gottesdienst. Es entwickelten sich interessante Gespräche mit vielen verschiedenen Menschen, die zwar nicht in allem einer Meinung sind, aber alle den gemeinsamen Wunsch haben, Gott zu dienen.

Wer schon einmal hier war weiß, dass es etwas ganz anderes ist, am Shabbat durch die Straßen von Jerusalem zu laufen. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht, man sieht nur ab und zu ein paar Autos und vereinzelt Menschen auf den Straßen, die wahrscheinlich genau wie ich, auf dem Weg zu ihrer Gemeinde oder zurück nach Hause waren. Ein komisches Bild, vor allem wenn man die sonst vollen, bunten und vor allem lauten Straßen des Stadtzentrums kennt und gewohnt ist.

Dieses Straßenbild änderte sich am Sonntag mit dem Schulstart nach den Sommerferien schlagartig. Die Straßen und Haltestellen waren voller Schüler und Eltern, die ihre Kinder zur Schule brachten und wahrscheinlich sogar erst einmal erleichtert waren, nach den langen Ferien einmal wieder Alltag und Ruhe einkehren lassen zu können.

Auch mein Praktikum hier bei Israel Heute hat am Sonntag nun offiziell begonnen und ich bin gespannt, was mich alles erwartet und was ich erleben und lernen werde. In der Redaktion wurde ich in meinen ersten Tagen herzlich aufgenommen. Ich habe mich sofort sehr wohlgefühlt und bin mir sicher, dass ich hier eine gute Zeit haben werde. Ich möchte mich auch bei allen Lesern für die herzliche Aufnahme und die netten Kommentare und Rückmeldungen bedanken, die mich sehr erfreut und motiviert haben.

 

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