Nesya Karadi, 11 Jahre alt, ist am Freitag im Sheba Medical Center ihren schweren Verletzungen erlegen – fast drei Wochen nachdem eine iranische Rakete das Familienhaus in Bnei Brak getroffen hatte. Sie wurde am Samstagabend auf dem Friedhof in Elad beigesetzt und ist damit das 22. zivile Todesopfer in Israel seit Kriegsbeginn am 28. Februar 2026.
Der Angriff auf ihr Haus
Der Angriff ereignete sich am 1. April, wenige Stunden vor Beginn des Pessachfestes. Die Rakete trug einen Streumunitions-Gefechtskopf, dessen Submunition direkt im Wohnhaus einschlug und 14 Menschen verletzte. Unter den Verletzten war auch Nesyas Vater, ein Freiwilliger beim Magen David Adom, der seiner Tochter noch erste lebensrettende Hilfe leistete, bevor er selbst das Bewusstsein verlor.
Die Familie teilte mit, dass Nesya bewusst diesen Namen trug – auf Hebräisch bedeutet „Nesya“ so viel wie „Wunder Gottes“. Bereits bei ihrer Geburt hatte die Hebamme von einem Wunder gesprochen.
Bürgermeister und Familie in tiefer Trauer
Bnei Braks Bürgermeister Hanoch Zeibert gedachte des Mädchens mit den Worten: „Ein reines Kind, dessen ganzes Leben noch vor ihm lag.“ Er fügte hinzu: „Wir beten, dass Gott den Eltern und der Familie Trost und Heilung schenkt. Die Gemeinde wird die Familie begleiten und ihr in dieser Zeit des Schmerzes und der Trauer auf jede erdenkliche Weise beistehen.“
Alle 22 seit Kriegsbeginn in Israel getöteten Personen durch iranische Angriffe waren Zivilisten.




