Eklat bei Meeting mit europäischen Abgesandten

Egal wie viel Israel gibt, zugesteht und aufgibt, es ist nie genug für die internationale Gemeinschaft

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Palästinenser, Europäische Union, EU
Das Außenministerium in Jerusalem war im vergangenen Monat Schauplatz einer angespannten Auseinandersetzung zwischen israelischen und europäischen Diplomaten. Foto: Das Außenministerium in Jerusalem war im vergangenen Monat Schauplatz einer angespannten Auseinandersetzung zwischen israelischen und europäischen Diplomaten. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Ein Treffen, das kürzlich zwischen Mitarbeitern des israelischen Außenministeriums und europäischen Abgeordneten abgehalten wurde, endete in einem hitzigen Wortgefecht, wie jetzt bekannt wurde.

Aliza Bin-Noun, die bis letztes Jahr als Israels Botschafterin in Frankreich diente, war verärgert, nachdem eine Delegation von 16 europäischen Diplomaten und Botschaftern, die letzten Monat das Außenministerium in Jerusalem besuchte, das Treffen dazu nutzte, Israel gnadenlos zu kritisieren. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht von Walla News hervor.

Bin-Noun ist jetzt Direktorin der Abteilung für europäische Angelegenheiten im Außenministerium. Sie hatte schon damit gerechnet, dass die Europäer ihre Sorge über die jüngsten Zusammenstöße zwischen jüdischen Siedlern und Palästinensern im Westjordanland zum Ausdruck bringen würden. Als die Abgesandten jedoch ein Schreiben vorlegten, in dem auch die israelischen Baupläne in Judäa, Samaria und sogar Jerusalem verurteilt wurden, platzte ihr der Kragen.

“Nach allem, was die neue israelische Regierung für die Palästinenser getan hat, kommen Sie und beschweren sich?” soll Bin-Noun den europäischen Gesandten empört zugerufen haben.

Israels neue “Regierung des Wandels” hat Maßnahmen zur Förderung der palästinensischen Wirtschaft eingeleitet, Tausende zusätzlicher Genehmigungen für palästinensische Arbeiter ausgestellt, die in Israel Arbeit suchen, der finanziell angeschlagenen Palästinensischen Autonomiebehörde Millionen von Dollar geliehen und erneut direkte Kontakte auf hoher Ebene mit Palästinenserführer Mahmoud Abbas aufgenommen.

Die europäischen Beschwerden schienen darauf hinzudeuten, dass dies alles nicht in vollem Umfang gewürdigt wurde.

Dies ist eine Lektion, die Israel immer und immer wieder lernen musste. Egal, wie viel man gibt, zugesteht und aufgibt, es ist nie genug für die internationale Gemeinschaft.

Als die ausländischen Diplomaten und Botschafter ihre Argumente weiter vortrugen, beendete Bin-Noun Berichten zufolge das Treffen abrupt, indem sie rief: “Ihr kotzt mich an!”

Der Sprecher des Außenministeriums, Lior Haiat, erklärte später gegenüber Walla News: “Manchmal werden europäische Positionen in einer Art und Weise vorgetragen, die für uns inakzeptabel ist, und das verdient eine scharfe und klare Antwort, auch wenn unsere Reaktion den Europäern gegenüber nicht nett ist.”

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