Eine ermutigende, aufbauende 2 Minuten-Lektion aus dem Thora-Abschnitt           

von David Shishkoff

Wie ein einfaches Wort eine reiche Bedeutung in sich trägt, die in der ganzen Heiligen Schrift widerhallt

Foto: Anat Hermony/Flash90

Der vergangene Schabbat stand ganz im Zeichen eines wenig bekannten, aber bedeutungsvollen Satzes, in dem der Gott Israels seinem Bundesvolk klarmacht, dass es ihm dienen soll:

„Dafür, dass du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedient hast mit fröhlichem und bereitwilligem Herzen, als du an allem Überfluss hattest“ (5.Mo.28,47; Schlachter)

Hier wird das Volk aufgerufen, dem Herrn zu dienen, und zwar ausdrücklich mit einem fröhlichen und bereitwilligen Herzen. Das hebräische Wort an der Stelle des Wortes „bereitwillig“ heißt „tov“ – gut. Dieses kleine Wort „gut“ ist so alltäglich, so banal, dass es fast seine Bedeutung verloren zu haben scheint.

 

„Das (es war) gut“ – „Ki Tov“ in 1.Mose 1

Das wäre natürlich ein Unding, denn das allererste Kapitel der Bibel ist um dieses Wort herum aufgebaut: „ki-tov“ – dort übersetzt als „…dass (es) gut war“. In 1.Mose 1 wird siebenmal wiederholt, wie der Schöpfer die Dinge im physischen Universum schuf. „Und Gott sah, dass es gut war.“ – Licht, trockenes Land und Meere, Pflanzen und Bäume, Tag und Nacht, Fische und Vögel, Landtiere, alles, was er gemacht hatte.

„Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut.“ (1.Mo. 1,31)

Wir neigen dazu, uns umzusehen und vor allem Probleme zu sehen, vor allem das Schlechte. Der allwissende Gott sah von Anfang an das Potenzial für das Schlechte, aber die Schöpfungsgeschichte zeigt, dass er sich darauf konzentrierte, das Gute zu sehen.

 

„Denn (Er ist) gut“ – „Ki Tov“ in den Psalmen

Der Schreiber der Psalmen hat offensichtlich auf den kleinen Satz im ersten Kapitel des ersten Buches Mose geachtet. Er befiehlt uns, Gottes Güte zu schauen und zu verkünden, indem er genau die gleiche Formulierung „ki-tov“ verwendet. Er greift genau dieselben Worte auf, aber in umgekehrter Richtung. Im ersten Buch Mose schaut Gott auf seine Schöpfung und nennt sie gut. In den Psalmen 107,1* und dann noch einmal in 136,1 schaut das Geschöpf auf den Schöpfer und nennt Ihn gut:

„Dankt dem Herrn, denn er ist gut [ki-tov], und seine Gnade hört niemals auf!“ (HfA)


*Hodu l’Adonai ki tov, ki l’olam chasdo.

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

FREI in Ihrer Inbox