Schneider Aviel

Ein Araber hat Israel am Hals

Auch Araber lieben das (jüdische) Land, in dem sie leben.

| Themen: Israel, Palästinenser, Araber
Das biblische Israel als Halskette
Das biblische Israel als Halskette

Vor wenigen Tagen erregte etwas meine Aufmerksamkeit, das ich noch nie zuvor gesehen hatte. Ein Araber trug einen Anhänger mit den Grenzen von Eretz Israel. Das war zumindest mein erster Gedanke. „Komisch…“, dachte ich mir.

Ich konnte mich nicht zurückhalten und sprach ihn darauf an. Als ich fragte, ob das Schmuckstück an seiner Halskette das ganze Land Israel oder ganz Palästina symbolisiere, schaute er mich an, lachte, überlegte ein paar Sekunden und sagte: “Das symbolisiert das Land. Das Land, in dem ich geboren bin und in dem ich lebe. Es ist mir egal, wie wir das Land beschreiben und sehen. Wir alle sind Menschen dieser Erde und in diesem Fall Menschen im selben Land. Lasst uns in Frieden zusammenleben und das Leben in diesem Land genießen. Siehst Du, wir beide sind auf derselben Feier.”

Ich habe keine Ahnung, wie er heißt, aber er sagte mir, er sei aus Abu Gosch, ein arabischer Vorort Jerusalems auf dem Weg nach Tel Aviv. Er arbeitete mit anderen Arabern aus Israel in der Gastronomie im Kibbuz Kalia am Toten Meer. Dort fiel er mir auf, als er uns am Tisch bei einer Hochzeit bediente. Sofort ist mir sein Anhänger mit dem Eretz Israel Amulett auf seiner Brust aufgefallen. Und wenn ich so etwas sehe, gehe ich direkt auf den Menschen zu. Eine kurzes Gespräch zwischen seiner Arbeit bei 33 Grad nachts am Toten Meer.

Solange wir uns gegenseitig nicht streiten, so ist es auch mir egal, welches Land er in den Grenzen seines Anhängers sieht. Hätte ein Jude solch eine Kette um den Hals, dann bin ich mir sicher, dass er damit das gesamte biblische Eretz Israel gemeint hätte und nicht Palästina. Doch weil ein Araber dieses Amulett trug, kamen sofort meine Gedanken und dann auch meine Füße in Gang, um ihn direkt und offen darauf anzusprechen. Mit seiner Antwort kann ich leben, solange wir in Frieden bleiben. Ich kann von keinem Muslim erwarten, ein jüdischer Zionist zu werden, genauso wie Araber von uns nicht verlangen können, von einem Palästina zu schwärmen.

Solange wir die Grenzen des Landes am Amulett tragen und nur anders in unseren Köpfen und Worten auslegen, ist alles gut. Aber dabei muss es bleiben. In Israel haben wir Menschen so viel am Hals, da war die Angelegenheit mit seinem goldenen Schmuckstück und seiner Darstellung eine Art Erleichterung. Und ja, ich weiß, dass dies leider nicht der Realität entspricht. Das weiß auch er.

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