US-Präsident Donald Trump wird am Montag, am Vorabend des Festtages Simchat Tora, zu einem äußerst kurzen Besuch in Israel erwartet – nur wenige Stunden, zeitlich parallel oder unmittelbar nach der Ankunft der befreiten Geiseln in Israel. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll der Aufenthalt lediglich drei Stunden und vierzig Minuten dauern.
Laut dem noch nicht endgültigen Protokoll wird die Air Force One um 9:20 Uhr morgens auf dem Flughafen Ben-Gurion landen. Aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer findet dort nur eine kurze Empfangszeremonie statt – ohne Reden und ohne Hymnen. Es wird lediglich einen roten Teppich, eine Ehrenformation, Fanfaren und Händeschütteln geben. Trump wird von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Präsident Isaac Herzog, den US- und israelischen Botschaftern sowie deren Ehefrauen empfangen. Minister und Mitglieder des engeren Regierungsstabes sind nicht eingeladen.
Direkt danach fährt Trump in seiner berühmten gepanzerten Limousine „The Beast“ auf der Autobahn Tel Aviv–Jerusalem, die für beide Richtungen gesperrt wird, direkt zur Knesset.
Um 10:10 Uhr wird seine Ankunft dort erwartet, voraussichtlich über den Eingang für Knesset-Abgeordnete. Möglicherweise trägt er sich in das Gästebuch in der Eingangshalle ein. Anschließend ist ein Treffen zwischen Trump und Netanjahu im Büro des Ministerpräsidenten in der Knesset vorgesehen. Danach treffen Trump und Netanjahu im Schagall-Saal Familien von Geiseln. Eine Prüfung, ob Trump auch gerade freigelassene Geiseln treffen könnte, wurde negativ beschieden – aus medizinischen Gründen und um die Betroffenen, die sich in einem Zustand großer Aufregung und möglicherweise auch Traumatisierung befinden, nicht zusätzlich zu belasten.
Um 11:00 Uhr hält Trump eine Rede in der Plenarsitzung der Knesset.
Im Anschluss daran wird er Israel vermutlich direkt wieder verlassen, ohne sich im King David Hotel aufzuhalten, wo zwei Stockwerke für ihn reserviert sind. Auch ein Besuch an der Klagemauer ist nicht vorgesehen, kann sich jedoch noch ändern – der endgültige Ablaufplan soll erst am Sonntag feststehen.
Von Ben-Gurion aus fliegt Trump weiter nach Kairo, wo er an einem historischen Gipfeltreffen mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi, arabischen und europäischen Staats- und Regierungschefs teilnehmen wird. Thema ist die Zeit „nach dem Krieg im Gazastreifen“. Israel ist zu dieser Veranstaltung, bei der symbolisch das Ende des Krieges besiegelt werden soll, nicht eingeladen. Unter den Teilnehmern sind auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Deutschlands Kanzler Friedrich Merz und Großbritanniens Premierminister Keir Starmer.
Im Vorfeld des Besuchs hat das US-Militär schwere Ausrüstung nach Israel transportiert, darunter Trumps Limousine, Begleitfahrzeuge und Sicherheitsausstattung.
Die Israelische Flughafenbehörde warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um den Flughafen Ben-Gurion von 6:00 bis 14:00 Uhr. Reisende werden dringend gebeten, mit der Israelischen Eisenbahn anzureisen und mindestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Alle internationalen Flüge, die am Montag (13. Oktober) ab Terminal 1 starten sollten, werden nach Terminal 3 verlegt. Auch Inlandsflüge von und nach Ramon können Änderungen oder Ausfälle erfahren. Der Taxiverkehr zum Flughafen ist während der Sperrzeiten ausgesetzt. Die Flughafenbehörde bittet um Verständnis und Geduld der Reisenden an diesem historischen Tag.




