Die Kriegszeit aus der Sicht eines Vaters in Galiläa

von David Shishkoff

Krieg & Frieden, Schawuot und die Rettung durch Hightech-Technologie

Foto: Gidi Avinary/Flash90

Vor etwas mehr als einer Woche haben hier in Israel Schawuot gefeiert, mitten im Krieg mit Gaza. In meinem Moschaw in Galiläa war es sehr ruhig. Gemeinsam feierte das Moschaw-Dorf den schönen Frühlingsfeiertag, der in der Bibel als eine Zeit des Bringens von *Erstlingsfrüchten zur Danksagung vorgeschrieben ist, besonders von der Weizenernte, die jetzt auf ihrem Höhepunkt ist.

Als ich mich umschaute, auf die Felder, die in „bernsteinfarbene Getreidewellen“ gekleidet waren, auf meine Nachbarn, die in festliche weiße Kleidung gekleidet waren, und auf die Kinder, die fröhlich Wasserspiele spielten, vergaß ich für einen Moment, dass Israel in einem existenziellen Kampf um sein Überleben verwickelt war (und ist).

  • Wenn Israels High-Tech-„Rettung“ in Form des Iron-Dome-Raketenabwehrsystems nicht so gut funktioniert hätte…
  • Wenn Israel keine Luftschutzbunker gebaut hätte…
  • Wenn die Armee nicht so viele Informationen gesammelt hätte, um die Fähigkeiten der Hamas mit chirurgischen Luftangriffen einzuschränken…
  • Wenn Israels Freunde nicht gebetet hätten…

Wir könnten heute an einem ganz anderen Ort sein.

Iron Dome-Abfangraketen starten, um ankommende Terroristenraketen zu treffen.

Noch vor einer Woche starrten wir schockiert auf die Fernsehbildschirme, als die ersten Salven von fast 4000 Raketen aus Gaza auf unsere Zivilbevölkerung abgefeuert wurden, einschließlich des dicht besiedelten Tel Aviv. Es sah aus wie eine verspätete Feier des israelischen Unabhängigkeitstages mit einem Feuerwerk auf einem ganz neuen Niveau.

Noch vor einer Woche nahmen wir fast an, dass dieser Luftkrieg automatisch zu einem Bodenkrieg mit blutigen Haus-zu-Haus-Kämpfen in Gaza führen würde.

Noch vor einer Woche schien es sehr wahrscheinlich, dass mein Sohn, der vor kurzem seinen Armeedienst beendet hat, kurzerhand in den aktiven Dienst einberufen und sogar nach Gaza geschickt werden könnte.

Kinder feiern Schawuot

Und so saßen wir in einer surrealen mentalen Trennung da und feierten Schawuot hier in dem Moschaw, während Freunde und Verwandte einen Großteil ihrer Tage in Schutzräumen verbrachten

Dann wurden vor einigen Tagen vier Raketen aus dem Libanon in Richtung Israel abgeschossen, in Solidarität mit den Kämpfen im Gazastreifen. Eine Rakete landete in Shfaram, einer großen arabischen Stadt in Galiläa. Arabische Freunde, die dort leben, hörten den Knall.

Christliche arabische Freunde aus einer kleineren arabisch-israelischen Stadt in Galiläa erzählten mir, dass sie im Haus bleiben mussten, aus Angst, ins Kreuzfeuer der „Hamula“-Familienrache-Gewalt von Arabern gegen Araber zu geraten, die sich durch die Situation irgendwie verschlimmert hat.

Danke, dass Sie für alle Araber und Juden in diesem umkämpften Land beten! Bitte machen Sie weiter so.

*Die Bibel gibt eine schöne zeremonielle Rede des Korbes der Erstlingsfrüchte, die vom Volk Israel wiederholt werden soll, um Gott dafür zu danken, dass es in diesem Land lebt, und um auf Abraham als unseren „wandernden aramäischen“ Vater zu verweisen.

 


 Das Wetter für heute in Israel

Zunächst bedeckt, dann sonnig. Im Landesinneren und in den Bergen wird es für die Jahreszeit etwas zu kühl bleiben. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 23 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 30 Grad, am Toten Meer 30 Grad, Beersheva 28 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209,26 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 46 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Die Redaktion von Israel Heute wünscht allen Lesern einen angenehmen Sonntag und eine wunderbare vor allem friedliche Woche. Machen Sie es gut.

Schalom aus Jerusalem!

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