Solch unsportliches Verhalten ist immer eine Enttäuschung, sogar für manchen moslemischen Sportler selbst. Der arabische Sender Al Jazeera verbreitete ein Video, das am Rande eines internationalen Turniers entstand. Ein iranischer Ringer, noch ein Teenager, wird in einer Wettkampfpause von seinem Trainer am Handgelenk mit Eis behandelt. „Wozu legst du das auf meine Hand?“, will er wissen. Der Trainer will eine Verletzung vortäuschen und erklärt seinem Schützling, dass er zu seinem nächsten Kampf nicht antreten darf, weil sein Gegner ein Israeli ist. Fände die Begegnung statt, erklärt er, würde der Iraner für immer aus dem Kader geworfen. Der junge Mann bricht in Tränen aus. Er bettelt: „Lass mich antreten, ich werde ihn besiegen, wenn du mich lässt.“ Der Trainer bleibt unerbittlich.
Die Tränen des iranischen Sportlers zeigen, wie die Menschen unter ihrem Regime leiden. Der Antisemitismus ist Staatsdoktrin. Sie gilt für jeden Bürger und umfassend. Das bekommt auch jener junge Leistungssportler zu spüren. All sein hartes Training war vergebens, denn beim Wettkampf verlangt man von ihm, lieber aufzugeben, als sich mit einem Juden sportlich zu messen.




