Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat am Donnerstag die Schließung der drei iranischen Konsulate in Deutschland angeordnet.
Anlass war die Hinrichtung des in Kalifornien lebenden deutsch-iranischen Doppelbürgers Jamshid Sharmahd am Montag, der im August 2020 auf einer Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate vom Iran entführt worden war.
Baerbock erklärte, dass „wir dem Iran wiederholt deutlich gemacht haben, dass die Hinrichtung eines deutschen Staatsbürgers schwerwiegende Folgen haben wird“ und dass Berlin sich entschieden habe, „die drei iranischen Generalkonsulate in Frankfurt am Main, München und Hamburg zu schließen.“
Die Tötung von Jamshid Sharmahd zeigt, was für ein menschenverachtendes Regime dort herrscht: Ein Regime, das gegen seine Jugend, seine eigene Bevölkerung und ausländische Staatsangehörige mit dem Tod vorgeht. Auch unter der neuen Regierung ist in Iran niemand sicher. 3/3
— Außenministerin Annalena Baerbock (@ABaerbock) October 28, 2024
Damit müssen iranische Konsulatsmitarbeiter ohne deutsche Staatsbürgerschaft das Land verlassen.
Baerbock sagte, Deutschland fordere auch Sanktionen der Europäischen Union gegen die an der Ermordung von Sharmahd Beteiligten. Sie nannte den Iran ein „diktatorisches, ungerechtes Regime“, das „nicht nach normaler diplomatischer Logik handelt“, und „nicht umsonst sind unsere diplomatischen Beziehungen bereits auf einem historischen Tiefpunkt“.
Am Dienstag rief Deutschland seinen Botschafter im Iran, Markus Potzel, zurück, der nach Berlin zurückkehrte, um über die nächsten Schritte zu beraten.
(JNS)




