Die Universität Leipzig hat eine für Donnerstag geplante Vorlesung des renommierten israelischen Historikers Benny Morris abgesagt und dies mit Protesten und Sicherheitsbedenken begründet.
Morris, dessen Erkenntnisse über den israelisch-arabischen Konflikt sowohl von israelfreundlicher als auch von israelfeindlicher Seite kritisiert werden, sollte im Rahmen einer Vortragsreihe über Antisemitismus über „1948 und der Dschihad“ sprechen.
Grund für die Absage waren Proteste von Studenten wegen Äußerungen von Morris, „die als beleidigend und sogar rassistisch interpretiert werden können“, schrieben die beiden Leipziger Universitätsprofessoren Gert Pickel und Yemima Hadad in einer Erklärung, in der sie die Absage bekanntgaben. Sie nannten die fraglichen Äußerungen nicht näher. Die Proteste seien „verständlich, aber beängstigend“, schrieben sie.
„Verschiedene Gruppen haben uns gebeten, die Vorlesung abzusagen. Zusammen mit Sicherheitsbedenken bedeuten die oben genannten Probleme, dass die Vorlesung von Prof. Benny Morris nicht stattfinden wird“, schrieben sie.
Sie fügten hinzu: „Wir möchten unsere Besorgnis darüber zum Ausdruck bringen, dass mit zweierlei Maß gemessen wird, das auf israelische Wissenschaftler angewandt wird, die unter dem Vorwand politischer Meinungsverschiedenheiten zunehmend an den Rand gedrängt und von Veranstaltungen ausgeschlossen werden, während anderen Stimmen ungehinderter Zugang zur Universität gewährt wird.“
Die in Wien ansässige MENA-Denkfabrik veröffentlichte eine Erklärung, in der sie die Entscheidung der Universität verurteilte und auf den Werdegang von Morris hinwies, den The Guardian als „radikalen israelischen Historiker, der sein Land zwang, sich mit seiner Rolle bei der Vertreibung von Hunderttausenden von Palästinensern auseinanderzusetzen“ bezeichnete.
Die Ablehnung von Morris, trotz seiner vermeintlichen Unparteilichkeit, „wirft nur ein weiteres Schlaglicht auf das erbärmliche Verhalten der Universität Leipzig, das von Israelhassern zu Recht als großer Erfolg gewertet werden kann“, schrieb MENA.
Morris ist ein lautstarker Gegner der israelischen Kontrolle über Teile von Judäa und Samaria. Seine Erkenntnisse stimmen oft nicht mit den Auffassungen von Israel-Befürwortern überein.





Das sind wir uns doch schon gewohnt. Wetten wenn er ein Moslem wäre, kein Problem.
Fast niemand hat mehr Mut zu etwas zu stehen, was eben Mut bräuchte.
Wie heisst es doch, Israel wird zum Eckstein werden. Shalom