Der Terror geht weiter – 3 Tote in Elad – Terroristen auf der Flucht

Die Feiern zu Israels 74. Unabhängigkeitstag waren gerade beendet, als wir auf schmerzhafte Weise daran erinnert wurden, dass wir auch heute noch um unser Existenzrecht zu kämpfen haben.

von Dov Eilon | | Themen: Terror
Foto: Yossi Aloni/Flash90

Der Moment, in dem Israel am Ende des Gedenktages von Trauer zur Freude über die Geburt des Staates Israel übergeht, ist immer wieder ein besonders emotioneller Moment. Doch leider wurde die Freude kurz nach Ende der Feiern zu Israels 74. Unabhängigkeitstag gestern Abend abrupt beendet, als zwei Terroristen in der Stadt Elad mit Äxten und Messern auf Passanten losgingen. Das Ergebnis war fatal. Drei Menschen wurden getötet, vier weitere zum Teil sehr schwer verletzt. Die Ärzte kämpfen auch jetzt noch um das Leben von zwei der Verletzten.

Der grausame Anschlag in Elad hat uns schnell wieder auf den Boden der Realität geholt. Israel muss weiter um sein Existenzrecht kämpfen.

Um 20:36 Uhr bekamen die Rettungsdienste und die Polizei die ersten Meldungen über den Anschlag in der jüdisch-orthodoxen Stadt Elad. Berichten zufolge haben zwei mit Äxten bewaffnete Terroristen Bürger auf einer zentralen Straße und einem anliegenden Park angegriffen. Für drei der Opfer kam jede Hilfe zu spät, ihr Tod wurde noch am Ort des Anschlags festgestellt. Den Terroristen gelang die Flucht.

Die israelischen Sicherheitskräfte sind auf der Suche nach den Terroristen, die heute früh von der Polizei als Assad Yussef Assad Al-Rafa’i, 19, and Sabhi Imad Sabhi Abu Shakir, 20, aus der Stadt Jenin identifiziert wurden. Es wird vermutet, dass sie durch eine Öffnung im Sicherheitszaun nach Israel eingedrungen waren. Man befürchtet nun, dass ihnen die Flucht in die Gebiete der Palästinensischen Autonomiebehörde gelungen sein könnte.

 

16 Kinder ohne Vater – Namen der Opfer


Bei den Opfern handelt es sich um:

  • Yonatan Havakuk, 44, Vater von 5 Kindern,
  • Boaz Gol, 49, Vater von 5 Kindern, und
  • Oren Ben Yiftah, 35, Vater von 6 Kindern.

 

Hamas lobt Terroranschlag

Anfang der Woche hatte Hamas-Führer Yahya Sinwar in einer Rede in Gaza die Palästinenser dazu aufgerufen, zu den Waffen zu greifen und Israel anzugreifen, um die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem zu schützen. “Unser Volk sollte ein Gewehr, ein Messer oder ein Beil nehmen”, sagte er.

Jetzt lobte die Hamas den Mord an den drei Vätern:

“Die Operation war die Erfüllung des Versprechens, dass Al Aqsa die rote Linie ist und dass das palästinensische Volk den Kampf gegen jede Aggression fortsetzen wird, mit allen Mitteln und ungeachtet der Kosten”, so die Organisation in einer Erklärung.

Im Gazastreifen wurden Süssigkeiten verteilt.

Palästinenserchef Mahmud Abbas verurteilte allerdings den Terroranschlag. Die Tötung unschuldiger Palästinenser und Israelis würde die Lage nur verschlimmern, sagte er.

 

Abriegelung der palästinensischen Gebiete wird fortgesetzt

Nach Sicherheitsberatungen von Premierminister Naftali Bennett und Aussenminister Yair Laid mit Verteidigungsminister Benny Gantz und dem Minister für innere Sicherheit Omer Bar Lev wurde beschlossen, die wegen des Unabhängigkeitstages zurzeit geltende Abriegelung der palästinensischen Gebiete bis Sonntag fortzuführen.

“Unsere Feinde haben einen mörderischen Feldzug gegen Juden begonnen, wo immer sie sich aufhalten”, sagte Bennett nach den Beratungen. “Ihr Ziel ist es, uns zu brechen – aber sie werden scheitern. Wir werden den Terroristen und ihren Komplizen das Handwerk legen, und sie werden den Preis dafür zahlen. Ich spreche den Familien der Getöteten mein tiefstes Beileid aus.”

 

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