Der neue Traktor ist unterwegs

Dank eurer Hilfe wird die Wüste grüner, ohne Unkraut aber mit einem blauen Traktor. 

von Aviel Schneider | | Themen: Guten Morgen
Foto: Israel Heute

Guten Morgen, liebe Leser!

Unsere Olivenhaine und Weinstöcke wachsen und gedeihen in der Wüste, doch ihre größten Feinde sind Dornen und Unkraut. Das müssen keine Feinde säen, sondern das sind unsere Feinde. „Sobald die Saat wuchs und Frucht ansetzte, zeigt sich auch das Unkraut.“ Leider. Besonders nach der Regenzeit, in der das wilde Kraut, Nesseln und alles Mögliche, was wir nicht eingepflanzt haben, aus dem Sandboden sprießt, wird unseren Olivenbäumen und Weinstöcken Aufmerksamkeit, Nährstoffe und Energie geraubt.

Einmal im Monat ist immer einer von Israel Heute im Süden und begutachtet die jungen Bäume und Weinreben. An diesem Tag treffen wir uns mit unserem Farmer Oren und anderen Kollegen in der Wüste und besprechen alles Nötige für die Bäume und Weinstöcke. Zudem machen wir Fotos und Videoaufnahmen für unsere Telegram-Gruppe „Begrünung der Wüste“. Und jedes Mal, wenn wir im Süden sind, sehen wir, wie erschöpfend die Arbeit in der Hitze und im Sand eigentlich ist. Was wir bisher mit mehr Menschenhänden und extra Arbeitsstunden nur mühsam bewältigen konnten, ist jetzt in diesem Maß einfach nicht mehr möglich. Der Olivenhain ist gewachsen und zählt heute 7000 Bäume. Übrigens, nächste Woche werden noch 1200 Olivenbäume gepflanzt.

Israel Heute Mitarbeiter Rami testet den neuen Traktor

Im Sommer mussten wir entscheiden, was mir machen, entweder noch mehr Feldarbeiter anstellen oder dringend nach einem Traktor mit Allradantrieb suchen. Das war nicht leicht, aber nur so ein Traktor ist geeignet, denn er bleibt im Sand nicht stecken. Nun haben wir einen Traktor zum Unkraut jäten und zum Düngen gefunden. Vier Jahre alt und mit 3200 Arbeitsstunden. Und wisst ihr wo? Ausgerechnet an der Nordspitze Israels, unterhalb des Hermonberges auf den Golanhöhen im Moschaw Neve Ativ. Noch in dieser Woche wollen wir den Traktor bis an die ägyptische Grenze zu unseren Plantagen transportieren.

 Neve Ativ, an der Nordspitze Israels

Das erinnert mich an eine Mathematik-Aufgabe: Ein Traktor fährt um sieben Uhr morgens von Neve Ativ 410 Kilometer in den Süden zu unseren Plantagen im Negev. Er fährt im Durchschnitt mit einer Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometer und macht eine Zwischenpause von 45 Minuten in Beer Schewa. Oren, unser Farmer, verlässt Nizanna um 14.00 Uhr und saust mit 100 Stundenkilometer gen Norden. Wo treffen sich die beiden?

Der Traktor mit Unkraut-Hackmaschine und Düngerstreuer kostet etwa 40.000 Euro. Die Hälfte haben wir schon beiseite gelegt, die andere Hälfte brauchen wir noch. Wenn jemand von euch dazu beitragen möchte, heißen wir das mehr als willkommen. Klicken Sie dafür bitte hier. Denn dies ist nötiger, als wir anfänglich dachten. Und sobald der Himmel über Israel wieder geöffnet wird und ihr wieder nach Israel einreisen dürft, dann kommt und seht wie grün die Wüste dank eurer Hilfe geworden ist. Grüner, ohne Unkraut aber mit einem blauen Traktor. 

Die Wüste soll immer grüner werden, unsere Olivenhaine im Süden

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Das Wetter für heute in Israel

Vereinzelte Regenfälle und Gewitter vom Norden bis zum nördlichen Negev mit einem weiteren leichten Rückgang der Temperaturen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 21 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 23 Grad, Tiberias am See Genezareth 27 Grad, am Toten Meer 28 Grad, Beersheva 25 Grad, Eilat am Roten Meer 29 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei  – 209.985 m unter dem Meeresspiegel angegeben. Es fehlen 118,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Die Redaktion von Israel heute wünscht Ihnen einen angenehmen Dienstag. Machen Sie es gut.

 

Schalom aus Jerusalem!

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