US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trafen sich am Montag, dem 29. Dezember, in Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida – zu einem Treffen, das viele als schicksalhaft erwarteten. Die Erwartungen waren hoch: Würden Vereinbarungen zu Gaza, Iran und der Nordfront erzielt? Würden harte Differenzen zutage treten? Am Ende erwies sich das Treffen eher als PR-Moment denn als diplomatischer Durchbruch.
Trump überhäufte Netanjahu mit Lob, erklärte, ohne ihn gäbe es Israel nicht, sprach über eine mögliche Begnadigung durch Staatspräsident Isaac Herzog und ließ die meisten Sachthemen bewusst im Ungefähren. Doch hinter den Lächeln verbergen sich gewichtige Fragen: Spielen die Amerikaner auf Zeit, weil sie noch nicht bereit sind – oder bereiten sie den Boden für härtere Forderungen zu einem späteren Zeitpunkt? Unterm Strich ist dieses Treffen ein klassisches Beispiel für Trumps Methode: den Partner zunächst „weichzeichnen“, um später Zugeständnisse zu erzielen. Netanjahu erhielt ein Wahlkampfgeschenk – doch die Rechnung könnte bald präsentiert werden.
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