Die anhaltenden Gerüchte über eine bevorstehende Normalisierung zwischen Israel und Saudi-Arabien drängen die Palästinafrage weiter in den politischen Hintergrund. Die palästinensische Führung hatte den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und dem Sudan vorgeworfen, mit separaten Normalisierungsabkommen mit Israel gegen die Bedingungen der arabischen Friedensinitiative zu verstoßen. Vor diesem Hintergrund hat gestern in der ägyptischen Stadt El Alamein ein Dreiergipfel zwischen Ägypten, Jordanien und der Palästinensischen Autonomiebehörde begonnen.
Siehe auch: Biden: Normalisierung zwischen Israel und Saudi-Arabien “vielleicht auf dem Weg”
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi und der jordanische König Abdullah haben gestern ihre volle Unterstützung für die Palästinenser und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bekräftigt. Sie forderten Israel auf, seine Verpflichtungen gemäß dem Völkerrecht zu erfüllen und alle mit den Palästinensern unterzeichneten Abkommen einzuhalten“. Damit bekräftigten sie ihre Unterstützung für die arabische Friedensinitiative von 2002. „Die Suche nach einer angemessenen Lösung für die palästinensische Sache und nach einem gerechten und umfassenden Frieden ist eine strategische Option und eine regionale und internationale Notwendigkeit“, so die drei Staats- und Regierungschefs in einer gemeinsamen Erklärung.
His Majesty King Abdullah II holds a trilateral summit with Egyptian President Abdel Fattah El Sisi and Palestinian President Mahmoud Abbas where to discuss the latest developments concerning the Palestinian cause#Jordan #Egypt #Palestine 🇯🇴🇪🇬🇵🇸 pic.twitter.com/2q3dSgn7ui
— RHC (@RHCJO) August 14, 2023
Alle drei forderten Israel auf, „die militärischen Angriffe auf palästinensische Städte im Westjordanland einzustellen, die die Regierung und die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde bei der Erfüllung ihrer Aufgaben behindern“. Israel solle auch die palästinensischen Steuereinnahmen freigeben, die Israel aufgrund von Zahlungen der Palästinensischen Autonomiebehörde an inhaftierte Terroristen und an die Familien von Märtyrern, die bei Anschlägen auf Israelis getötet wurden, beschlagnahmt hat. Sie warnten davor, dass Israels Vorgehen die Zwei-Staaten-Lösung untergrabe und Gewalt und Chaos schüre. Sie warfen Israel vor, den rechtlichen und historischen Status quo in Jerusalem und seinen heiligen Stätten verletzt zu haben. Die übliche Kritik an Israel, die zu nichts führt.
Sisi, Abdullah II, Abbas Summit Condemns ‘Settler Terrorism,’ Stresses Arab Initiativehttps://t.co/BSvuQZ2LQw
— Asharq Al-Awsat English (@aawsat_eng) August 15, 2023
Der Gipfel fand im Schatten eines möglichen Normalisierungsabkommens zwischen Jerusalem und Riad statt. Zwar nahmen Sisi, Abdullah und Abbas nicht direkt Bezug auf die Bemühungen der USA, ein Abkommen zwischen Jerusalem und Riad zu vermitteln, doch alle drei betonten ihr Festhalten an der Arabischen Friedensinitiative von 2002. Danach können die arabischen Staaten ihre Beziehungen zu Israel erst nach einem vollständigen israelischen Rückzug auf die Grenzen von vor 1967 und der Gründung eines unabhängigen und souveränen palästinensischen Staates mit Jerusalem als Hauptstadt normalisieren. Doch diese Friedensformel brach der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu, als er vor drei Jahren mit den arabischen Regierungen die sogenannten Abraham-Abkommen unterzeichnete.
Die Palästinenser waren darüber sehr verärgert, denn ihre Friedensformel war damit geplatzt. Heute sind die arabischen Regierungen bereit, sich mit Israel zu normalisieren, ohne auf einen israelischen Rückzug und einen palästinensischen Staat zu warten. Die Palästinenser fühlen sich von ihren arabischen Brüdern und Schwestern betrogen, weshalb sie den Gipfel in Ägypten einberufen haben, um die arabischen Nationen daran zu erinnern, dass Israel sich zuerst aus dem biblischen Kernland Judäa und Samaria zurückziehen muss, bevor überhaupt an eine Normalisierung mit Israel zu denken ist. Doch die arabischen Regierungen sehen das anders.
Vor wenigen Tagen ernannte Saudi-Arabien seinen Botschafter in Jordanien, Nayef al-Sudairi, zum Botschafter der Palästinensischen Autonomiebehörde und gleichzeitig zum Generalkonsul in Jerusalem. In Ramallah geht man davon aus, dass dieser Schritt mit den amerikanischen Bemühungen um eine Einigung zwischen Israel und Saudi-Arabien zu tun hat. Sie sehen die Ernennung des Gesandten als Teil eines saudischen Versuchs, die Palästinenser im Vorfeld eines Normalisierungsabkommens mit Israel zu besänftigen. Damit haben sie sicherlich Recht, und das treibt der palästinensischen Führung die Schweißperlen auf die Stirn.
#Saudi Ambassador to #Jordan and #Palestine Nayef Al-Sudairi:
My appointment gives an institutional dimension to the relationship with the Palestinian state and brings prosperity and stability to the region. pic.twitter.com/IuWIiupafw
— The Saudi Post – English (@TheSaudiPost_En) August 13, 2023
Die Normalisierung zwischen Saudi-Arabien und Israel ist ein dramatischer Fortschritt, denn das saudische Königreich symbolisiert die sunnitische Strömung im Islam, welche die große Mehrheit darstellt. Der Dreiergipfel hat die Bedeutung der haschemitischen Vormundschaft über die heiligen Stätten in Jerusalem bekräftigt. Israel, die Palästinenser und die arabischen Länder erkennen die Rolle Jordaniens bei der Verwaltung der heiligen Stätten in Jerusalem an. In den letzten Jahren berichteten saudische Quellen jedoch, dass auch Riad eine Rolle bei der Verwaltung der islamischen Stätten in Jerusalem anstrebe, was den exklusiven und historischen Status Jordaniens in der Stadt beenden würde. Genau davor fürchtet sich der haschemitische König Jordaniens, König Abdullah.
In Jerusalem hat die Regierung in den letzten Jahren erkannt, dass Israel wegen der Palästinenser, die ein Prozent der arabischen Nationen ausmachen, eine mögliche Normalisierung mit den arabischen Regierungen nicht mehr verpassen darf. Warum kann Israel keine Abkommen und Vereinbarungen mit arabischen Nationen unterzeichnen, die 99 Prozent darstellen, nur weil die Palästinenser zuerst auf einem israelischen Rückzug und einem palästinensischen Staat bestehen? Das, was vor 20 Jahren in einer arabischen Friedensinitiative so gedacht war, hat sich heute geändert. Israel hat es geschafft, ohne Rückzug und ohne Palästinenserstaat die Beziehungen zu arabischen Ländern zu normalisieren. Und das können die Palästinenser nicht ertragen und hoffen deshalb, mit ein bisschen Hilfe von Jordanien und Ägypten, den separaten Friedensprozess Israels gegenüber den anderen arabischen Nationen zu vereiteln.





Das SCHMA_ISRAEL beginnt mit DER EWIGE IST UNSER GOTT.
Jesaja 19,25 stellt klar, dass er auch der Gott ganz anderer Leute ist.
@ jotfried: Was heisst das jetzt in Bezug auf diesen Artikel von Aviel Schneider, bzw. was ist Ihre Botschaft?
Meine Botschaft? Sie gilt nicht nur – aber auch – dem Artikel von Aviel Schneider. Darüber hinaus „dem Rest der Welt“, soweit sie als geistige Abkömmlinge vom alten, orthodoxen Judentum einzuordnen sind, also sowohl Christen als auch Muslime. Alle drei sind sich spinnefeind, statt aufgrund der zwei von mir gebrachten Text-Hinweise mehr ihren jeweiligen religiösen Verstand zu gebrauchen.
Diese sechs Zeilen koppeln ans SCHMA_ISRAEL an bzw an den in ihm zweimal erwähnten Regen zu rechter Zeit :
If you make use of your brain
Not only always in vain,
Then will happen much rain
In regions, where at once again
Will grow plenty of grain.
Instead you suffer much pain….
Best regards, Jürgen Friedrich
Danke, Jürgen Friedrich, für die Antwort. So richtig erfasst habe ich es immer noch nicht, insbesondere da die 3 Nationen im IH-Artikel und in Jes. 19, 25 nicht deckungsgleich sind und die Feindschaft zwischen den 3 monotheistischen Religionen vertieft zu beleuchten wären (bibelgläubige Christen unterstützen Juden und sollten auch Muslime lieben). Aber es lohnt sich jedenfalls das ganze Kapitel 19 von Jesaja zu lesen. Da wird dann auch klar, was zuvor geschieht, bevor sich der jüdisch-christliche Gott Assyrien und Ägypten annimmt, woraus ein Segen für die ganze Erde entsteht.
Zum „besseren Erfassen“ der wirklich viel-schichtigen Zusammenhänge verhalf mir das Auswendiglernen vom SCHMA_ISRAEL.
In dessen Lern-Aufwand (Dauer mehrere Monate !) erblühte mir die Einsicht, dass neben den drei erwähnten mono-theistischen „abrahamitischen“ Religionen ein weiterer Monotheismus existiert, nämlich der Mammon-Theismus. Er äußert sich in GELD REGIERT DIE WELT. Das wird zwar überall geglaubt, doch ist es ein aberglaube, weil bekanntlich nicht das Geld, sondern bestenfalls der geldbesitzer regiert. Er ist in der Regel noch nicht einmal der Eigentümer.
Die Friedensinitiative von 2002 mit der PLO ist absolut lächerlich. Israel darf sich von Jordanien und Ägypten nicht erpressen lassen und auf keinen Fall Land an die Palästinenser abgeben. Frieden wird es mit Terroristen niemals geben, diesen Traum kann Israel vergessen. Die israelische Regierung darf sich nicht von den Palästinensern reinlegen lassen. Israel sollte sich vielmehr den Gazastreifen, Nablus, Dschenin, Nazareth Ostjerusalem, Schechem usw. zurück holen und die Terroristen endlich aus Israel entfernen. Dann wird es in Israel wieder friedlicher zugehen, wenn der größte Feind aus der Mitte der Israelis entfernt ist. Die Palästinenser sollen sich wieder in Saudi Arabien ansiedeln, wo sie herkommen und hingehören. Dort werden sie sich unter Gleichgesinnten viel wohler fühlen, als unter einem fremden Volk mit einer fremden Religion für sie.
Jordanien sollte die Kontrolle vom Tempelberg endlich komplett an Israel abgeben und sich in die Angelegenheiten Israels nicht länger einmischen, sowie Israel sich nicht in die Angelegenheiten Jordaniens einmischt und dort irgendwelche Stätten verwaltet.
3 Bedeutungslose Staatschefs – einer davon ohne Staat – versuchen Aufmerksamkeit und Wirkung zu erzielen. Und die verdrehte Widergabe der Wirklichkeit in ihrer Botschaft zeigt, wes Geistes Kind sie sind.
P.S. zur Gender-Sprache: ich finde diese generell unmöglich, weil sie u. A. unsere Sprache verhunzt. Wenn aber in Bezug auf arabische Länder, wo Frauen in der Politik generell nichts zu sagen haben davon die Rede ist, dass „die Palästinenser sich von ihren arabischen Brüdern und Schwestern betrogen fühlen“, dann wird das Gendern vollends ad absurdum geführt.
…
„Palestinians go to Jordan…“