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MitgliederDas Konzept der Sünde im Judentum

Sünde ist, allgemein verstanden, Übertretung gegen Gott. Man hat in den Augen des Herrn Böses getan und wird deshalb für alle Ewigkeit in die Hölle verdammt. Aber das ist nicht der jüdische Weg.

Sünde
Taschlich-Zeremonie an der Küste von Herzliya. Taschlich, was auf Hebräisch „wegwerfen“ bedeutet, ist eine Zeremonie, bei der Juden vor dem jüdischen Feiertag Jom Kippur zu einem großen fließenden Gewässer gehen und symbolisch ihre Sünden „wegwerfen“, indem sie ein Stück Brot oder eine ähnliche Speise ins Wasser werfen. Foto: Miriam Alster/Flash90

Dieser Artikel erschien in der aktuellen Mai – Juni- Ausgabe von Israel Heute. Israel Heute – Mitglieder lesen die Artikel zuerst. Noch kein Mitglied? Klicken Sie hier!

 

Im Judentum bedeutet das hebräische Wort „chet“, das gewöhnlich mit „Sünde“ übersetzt wird, eigentlich „das Ziel verfehlen“ oder kurz „ein Fehler“.

 

ZIELEN UND VERFEHLEN

Die Bedeutung des Wortes wird in der Regel durch den Kontext definiert, in dem es verwendet wird. So werden zum Beispiel im Buch der Richter (20,16) Schleuderer aus dem Stamm Benjamin als so gut im Umgang mit ihrer Waffe beschrieben, dass sie „auf ein Haar zielen und nicht chet“ können. Kann das nun bedeuten, dass diese Schützen haargenau zielen konnten und obendrein nie sündigen? Das macht keinen Sinn. Offensichtlich meint der Text, dass sie nicht daneben schießen, also das Ziel nicht verfehlen.

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Patrick Callahan

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Ein Kommentar zu “Das Konzept der Sünde im Judentum”

  1. Danny sagt:

    „Anmerkung der Redaktion: Wie in jeder anderen Religion geht man auch im Judentum davon aus, durch eigene Werke gerettet zu werden. Christen wissen: Denn der Lohn der Sünde ist der Tod (Römer 6,23). Diesen „Lohn“ hat Jesus unser Retter mit seinem Tod am Kreuz auf sich genommen. Durch seine Auferstehung dürfen wir uns auf ewiges Leben in der Gegenwart Gottes freuen.“

    Schön, dass ihr das noch zum Schluss angezeigt habt!
    Das Christentum ist in dieser Hinsicht einzigartig, da keine Brücke zum Himmel gebaut wird (Religion, unmöglich), sondern Gott selbst Mensch wird und uns mit ihm versöhnt, durch das Blut seines Sohnes. Es ist eine persönliche Beziehung zum Schöpfer, das auf Glauben an Gottes Wort basiert. Aus Gnade ist man dann gerettet, wenn man Jesus als Herrn und Heiland annimmt. Es ist ein Geschenk, das mit einer Wesensveränderung (Verwandlung, geistig) einhergeht, gewirkt durch den Heiligen Geist. Welch köstliche Gnade! Der HERR ist mein Hirte, mein Heiland und Herr.

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