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MitgliederDas Gebet einer Frau

Hanna betete für einen Sohn und wurde erhöhrt. Von ihr lernen auch wir erfolgreich zu beten.

Foto: pixabay

Hanna stand weinend in der Stiftshütte. „Ihre Lippen bewegten sich, aber ihre Stimme hörte man nicht.“ (1. Samuel 1,13) Als der Priester Eli sie so sah, tadelte er sie. Er beschuldigte sie sogar, betrunken zu sein.

Generationen von Auslegern haben versucht, Elis Vorwurf zu interpretieren. Wie kam er darauf, Hanna sei betrunken? Warum konnte er nicht begreifen, dass Hanna auf diese Weise betete? Die gängige Auslegung ist, dass Eli ihr Flüstern nicht für ein Gebet hielt, weil es üblich war, laut zu beten. So meint auch der rabbinische Kommentator Raschi: „Er dachte, sie sei betrunken, weil sie nicht gewohnt waren, im Flüsterton zu beten.“ Das mag logisch klingen. Es gibt immer akzeptierte Bräuche, und meistens ist das übliche Verhalten der Mehrheit das, was als logisch angesehen wird. Aber diese Geschichte kann auch anders interpretiert werden.

Sicherlich wurden die meisten der biblischen Gebete laut ausgesprochen. Ein Blick in das Buch der Psalmen zeigt jedoch, dass das Weinen aus der Tiefe des Herzens kommt und durchaus eine Form des Gebets sein kann.

– Gott hört uns, auch...

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Patrick Callahan

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4 Kommentare zu “Das Gebet einer Frau”

  1. Michael Hoeflich sagt:

    Diese „Geschichte“ ist sehr beeindruckend und berührend. Schalom

  2. marie.luise.notar sagt:

    Hannas Gebet nachdem sie ihren Sohn Samuel in der Stiftshütte dem Eli übergibt, lässt erahnen, was sie durchgemacht hatte: viele Stellen im AT und im NT kommen besonders durch V 6 so richtig auf den Punkt:
    1 Sam 2…6 Der HERR tötet und macht lebendig, führt in die Hölle und wieder heraus.
    7 Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht.
    8 Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus dem Kot, daß er ihn setze unter die Fürsten und den Stuhl der Ehre erben lasse. Denn der Welt Grundfesten sind des HERRN, und er hat den Erdboden darauf gesetzt.

  3. marie.luise.notar sagt:

    a pro pos Prophetinnen—ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass Prophetinnen nicht gebetet haben, auch wenn das nicht aufgeschrieben wurde in diversen Fällen……viiiiele Frauen —vermutlich eben auch die Prophetinnen—hatten ziemlich viele Kinder und konnten sich deshalb nicht die Zeit nehmen für den Tempel- oder den Stiftshüttenbesuch…dazu gibt es auch eine heiß umstrittene Bibelstelle im NT….ein göttliches Gebot, sich ganz der Kindererziehung zu widmen…und natürlich viel zuhause zu beten
    1 Tim 2.15 Sie wird aber gerettet werden durch das Kindergebären, wenn sie in Glauben und Liebe und Heiligung mit Sittsamkeit ver-b l e i b e n.
    Wie viele christliche Familien träumen nur davon, dass ihre Kinder im Glauben bleiben…..

  4. Uwe Janke sagt:

    Das Wort des Allerhöchsten ist wie ein zweischneidiges Schwert und trennt Mark und Bein, also selbst Familien untereinander. Ich bin davon überzeugt, dass ein gläubiger Ehemann/gläubige Ehefrau den nichtgläubigen Partner mit in die Ewigkeit „glauben“ kann. Denn wie oft betet einer für den anderen, dass er den richtigen Weg kennelernt.

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