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Religion

Hagar Teil 1

Gott hat mich gesehen                          

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Wir treffen Hagar zum ersten Mal, als Sarai, Abrams Weib, noch kinderlos ist. Ihre Magd heißt Hagar. Sarai verliert die Hoffnung, jemals ein Kind zur Welt zu bringen, und so macht sie den Vorschlag, eine zweite Frau ins Zelt zu holen. „Da nahm Sarai, Abrams Weib, ihre ägyptische Magd Hagar, nachdem Abram zehn Jahre lang im Lande Kanaan gewohnt hatte, und gab sie Abram, ihrem Manne, zum Weibe.“ Um ihre Familie aufzubauen, schlägt Sarai ihrem Mann vor, mit der Hagar ein Kind zu zeugen. Hagar hat bei alledem kein Mitspracherecht. Sie hat keinen Status in der Familie, sie ist bloß die Magd. Sie hat zu tun, was man ihr sagt. Wir treffen hier zwei Frauen an, Sarai und Hagar, die vom Schicksal verführt werden. Bei Sarai zeigt sich Hochmut. Sarai baut ihre eigene Zukunft zu Lasten einer anderen Frau. Sarai hat uneingeschränkte Entscheidungsgewalt, Hagar hat keine Wahl. Aber Hagars Status in der Familie ändert sich, als sie schwanger wird. Hagar beginnt, etwas zu wagen, denn immerhin trägt sie das Kind ihres Herrn, Abram. Ihr gelingt, woran Sarai scheiterte.

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