Am Sonntag haben griechisch-orthodoxe Christen im ganzen Land Palmsonntag gefeiert, eine Tradition, die insbesondere von arabischen Christen feierlich gestaltet wird und zu der unter anderem viele Palmwedel zum Einsatz kommen. In Jerusalem kamen hunderte Pilger und christliche Einwohner zusammen, um an der Messe des lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, in der Grabeskirche teilzunehmen. Palmsonntag markiert den Beginn der Osterwoche, die mit dem Auferstehungsfest am Ostersonntag am 8. April endet.
Der Palmsonntag wurde von den Katholiken bereits am Sonntag vor einer Woche begangen.Sie feierten gestern das Osterfest. Nach dem Oster-Gottesdienst in der Jerusalemer Grabeskirche trafen sich die griechisch-orthodoxen Christen zur Feier des Palmsonntags.
In Israel gibt es zwischen den katholischen und griechisch-orthodoxen kalendarisch bedingte zeitliche Unterschiede, was die Feste betrifft. Vor einigen Jahren haben sich daher die Kirchenvorsteher aller Hauptkirchen im Land auf eine einheitliche Begehung der Feste geeinigt. Das Weihnachtsfest wird seither von Katholiken und Orthodoxen zu den katholischen Daten (nach dem gregorianischen Kalender) gefeiert (24.12), das Osterfest wird dafür dem Kalender der Griechisch-Orthodoxen nach gefeiert (julianischer Kalender), was dazu führt, dass Christen in Israel Ostern erst eine Woche später begehen.
Auch in Gaza gibt es unter den 2 Millionen Bewohnern des Gazastreifens eine kleine christliche Gemeinde. Die rund 1000 Christen, die meisten von ihnen griechisch-orthodox, feierten heute ebenfalls den Palmsonntag.
(Foto: Hadas Parush/Flash90)




