Vor wenigen Tagen stieß ich auf einen Post des CDU-Bundestagsabgeordneten Carsten Müller, in dem er die Entscheidung der Bundesregierung kritisierte: „Die militärische Unterstützung für Israel zu beenden, verurteile ich aufs Schärfste. Ich halte das für eine bemerkenswerte Fehlentscheidung. Sie ignoriert die anhaltende Bedrohung Israels durch die Hamas und ihre Spießgesellen, die in meinen Augen als Proxys des iranischen Mullah-Regimes agieren.“
Die #Bundesregierung hat mit dem #Stopp von #Waffenlieferungen an #Israel eine erhebliche #Fehlentscheidung getroffen. pic.twitter.com/wLMk37hjwL
— Carsten Müller MdB (@MdbMuller) August 8, 2025
In Israel herrscht große Enttäuschung über die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz, der sich plötzlich klar gegen Israel positionierte. Gerade von Deutschland erwartet man hier mehr Unterstützung als von anderen europäischen Staaten.
Innerhalb der CDU gibt es jedoch auch kritische Stimmen, die von der Parteilinie abweichen – wie etwa der Bundestagsabgeordnete Carsten Müller, der betont, Israel in dieser Zeit nicht allein lassen zu wollen. In unserem 30-minütigen Gespräch diskutierten wir über Israel, den Gaza-Krieg, die Hamas, die deutsch-israelischen Beziehungen, Antisemitismus und die Rolle der Muslime in Deutschland.





Bei DW steht:
Friedrich Merz sieht in dem Teil-Stopp der Lieferung von Rüstungsgütern an Israel keine grundsätzliche Wende in den deutsch-israelischen Beziehungen. „Wir haben einen Dissens – und der betrifft das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen. Das hält aber eine Freundschaft aus“, sagte Deutschlands Bundeskanzler dem Ersten Deutschen Fernsehen (ARD).
Die Bundesrepublik stehe seit 80 Jahren fest an der Seite Israels, so der Kanzler: „Daran wird sich nichts ändern.“
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Seit 80 Jahren? Seit wann gibt es überhaupt die Bundesrepublik? Seit wann gibt es Israel? Seit wann gibt es diplomatische Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland? Was war 1973 während des Jom Kippur Krieges? Verweigerte BR Deutschland nicht den USA die Unterstützung für Israel?
Wie steht in der Bibel: Satan ist der Vater der Lüge. (Johannes 8:44)
Hier noch etwas zur Unterstützung der BR Deutschland 1973 – Jom Kippur Krieg:
Michael Wolfsohn
Für Erdöl setzte Bonn 1973 das Bündnis aufs Spiel
Während des Jom-Kippur-Kriegs 1973 stand die Welt am Rand des Atomschlags. Aktenfunde zeigen, wie die Regierung Brandt-Scheel die US-Waffenlieferungen an Israel zu verhindern suchte.
Ein Atomkonflikt drohte am 25. Oktober 1973. US-Soldaten bezogen an der Grenze zur DDR und zur CSSR Stellung. Nur während der Kubakrise ein Jahrzehnt zuvor hatten die damaligen Weltmächte USA und Sowjetunion näher vor dem Dritten Weltkrieg gestanden. Was war geschehen?
Am 6. Oktober 1973 überfielen Ägypten und Syrien den jüdischen Staat Israel. Israel drohte die Auslöschung, der zweite Juden-Holocaust im 20. Jahrhundert. Die Verluste an Menschen und Material waren enorm, Waffen und Munition gingen aus. Erst eine Woche nach Kriegsanfang begannen die USA, Israel Nachschub an Material zu liefern. Auch aus der Bundesrepublik wurden US-Kriegsgeräte abgezogen.
Die amerikanische Hilfe rettete Israel. Es ging zur Offensive über. Am 22.Oktober verfügte der UN-Sicherheitsrat einen Waffenstillstand. Da stand Israels Armee kurz vor Kairo und Damaskus. Die Kämpfe gingen weiter. Nun drohte die Sowjetunion, ihrerseits zugunsten der arabischen Verbündeten einzugreifen. Daraufhin lösten die USA am 25. Oktober den Atomalarm aus.
Dies ist der Hintergrund des folgenden deutsch-amerikanisch-israelischen Dramas. Seit Kurzem zugängliche Dokumente der Bonner und Jerusalemer Entscheidungsträger, aus denen die Zitate dieses Textes stammen, zeichnen ein neues Bild. Am Denkmal Willy Brandts (SPD) und Walter Scheels (FDP) werden Risse sichtbar. welt.de
@ J. Glaesser: Absolut richtig. Und nicht zu vergessen, Deutschland ist über die Jahre Israel in der UNO immer wieder in den Rücken gefallen und hat Resolutionen zugestimmt, mit denen Israel verurteilt worden ist. Im besten Fall hat sich Deutschland bei solchen Resolutionen enthalten. Das war selbst bei Mutti Merkel so, die vordergründig die CDU anführte aber in ihrem Habitus eine fadengefärbte Sozialistin war. Die Pirouetten, welche Kanzler Merz vollführt, würden beim Eiskunstlauf wohl Bestnoten geben, auf dem politischen Parkett sind sie aber zum Fremdschämen. Deutschland glänzt gegenüber Israel durch Lippenbekenntnisse, macht das Gegenteil davon und ist unübersehbar im Sinkflug.
Merz sagte: “ Das muss eine Freundschaft aushalten.“
Wahrscheinlich so wie ein Volk Kanzler aushalten muss, die gegen die Interessen und gegen das Wohl des eigenen Volkes agieren?!
Die deutsche Politik gegenüber Israel ist seit Jahrzehnten beschämend, eine Heuchelei sondergleichen. sie findet in Merz‘ Aussagen über Freundschaft ihren derzeitigen Höhepunkt.
Danke für die vorangegangenen Erläuterungen.
Nicht zu vergessen die Berichterstattung im, vom deutschen Bürger, zwangsfinanzierten Staatsfernsehen, dass als Sprachrohr der Regierung, zwar in gemäßigten Ton, hetzt und propagandiert wie in Zeiten an die sich die Deutschen nicht mehr erinnern wollen.
Ich würde sagen auf den Regierungsbänken Deutschlands sitzen keine Freunde Israels.
(an Roland Kunz / AnkePhilipp)
Die Liste – betreffs Probleme Deutschland und Israel – wäre RIESIG.
Ein Beispiel noch:
Leemhuis, Remko – „Ich muß deshalb dringend von jeder zusätzlichen Aktion für Israel abraten.“. Das Auswärtige Amt und Israel zwischen 1967 und 1979
Das deutsche Staatsfernsehen – ARD und ZDF – hat den Druck auf Friedrich Merz zu seiner antiisraelischen Entscheidung stark erhöht. Beide Sender sind wahre Lehrlinge von Julius Streicher – allerdings nicht so vulgär, dafür verlogener und heuschlerischer. ALLE deutschen Parteien (bis auf CSU) fanden die Entscheidung von Friedrich Merz richtig – auch Tino Chrupalla (AfD).
Mir fällt zu der Entscheidung von Herrn Merz nichts anderes ein als Offenbarung 3, 14-16 und 22 (habe „Laodizea“ leider ändern müssen in „Deutschland“):
Sendschreiben an Deutschland
Und dem Engel der Gemeinde in Deutschland schreibe: Dies sagt, der »Amen« (Beteuerungsformel für die Wahrhaftikeit des Gesagten (bei den Aussagen Jesu im NT mit „Wahrlich“ übersetzt), der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest!
Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
………. Wer (noch) ein Ohr hat, höre, wa der Geist Deutschland sagt.
Armes Deutschland!
Amen