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Britische Christen marschieren für Israel

„Mittelalterliche antisemitische Lügen von unseren klügsten Studenten wiedergekäut“.

Israel
Der Antisemitismus nimmt schockierende Ausmaße an. In London gehen derweil Christen auf die Straße, um Israel zu unterstützen. Foto: Moira Dare-Edwards

Nach den vielen pro-palästinensischen Demonstrationen in London, bei denen der Hass der Hamas im Mittelpunkt stand, war es ermutigend zu sehen, wie zwischen 1.500 und 2.000 Menschen am Jom HaShoah (Holocaust-Gedenktag) auf die Straßen der Stadt gingen, um für das Leben zu demonstrieren.

Der Marsch ist Teil einer weltweiten Bewegung und wurde vor fast genau zwei Jahren nach dem anglikanischen Bußgottesdienst für mittelalterlichen Antisemitismus in der Christ Church Cathedral in Oxford ins Leben gerufen.


Ein Marsch fand auch in Oxford statt, zeitgleich mit einem pro-palästinensischen Zeltlager dort. Der Organisator Dr. James Patrick sagte: „Es reicht nicht aus, die Gleichgültigkeit oder Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Volk in der Vergangenheit zu bedauern“.

Er fügte hinzu, dass es jetzt dringender denn je sei, dass Christen angesichts des exponentiellen Anstiegs des Antisemitismus nach dem Gaza-Krieg Früchte der Buße hervorbringen.

„Der Vorwurf des israelischen Völkermordes an den Palästinensern in Gaza ist absolut falsch und unbegründet… England hat die Blutverleumdung gegen die Juden im Jahr 1144 erfunden, aber jetzt kauen unsere klügsten Studenten dieselben bösartigen antisemitischen Lügen wieder, dass Juden absichtlich unschuldige Kinder ins Visier nehmen.“

Dr. Patrick sprach auch von der passiven Mitschuld Großbritanniens am Holocaust, indem es sich 1938 weigerte, verzweifelte jüdische Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland und Österreich aufzunehmen, und dann im folgenden Jahr die Einwanderung nach Palästina (wie es damals hieß) in der Stunde der größten Not stark einschränkte.

Phil Herklots, Pastor in Oxford, fügte hinzu: „Es ist beklagenswert, dass Christen schweigen und untätig bleiben, wenn das teuflische Übel des Antisemitismus sein hässliches Haupt wieder zum Vorschein bringt – und zwar mit voller Wucht!“

Der Historiker Marcus Roberts sprach über das Versagen Großbritanniens, Nazi-Kriegsverbrecher zu verhaften und strafrechtlich zu verfolgen, und die anschließende Vertuschung der wahren Schrecken der Sklavenarbeitslager auf britischem Boden.

Der Holocaust-Überlebende John Fieldsend erzählte von seiner Flucht nach England mit den Kindertransportzügen von Sir Nicholas Winton, als der Großteil seiner Familie in Auschwitz ermordet wurde.

Zwei junge deutsche Frauen, die eigens für die Veranstaltung eingeflogen worden waren, sprachen unter Tränen über ihre Scham und Reue wegen der Taten ihrer Nazi-Großeltern. Und ihre weißen Rosen wurden von John, der vor kurzem seine deutsche Staatsbürgerschaft wiedererhalten hat, mit einer herzlichen Umarmung empfangen.

Der Marsch in London, bei dem israelische Flaggen und Transparente für die Geiseln geschwenkt wurden, wurde von Tim Guttman organisiert, einem messianisch-jüdischen Pastor, der die Christian Action Against Antisemitism leitet.

Unter den Teilnehmern war auch Matthias Rowley, ein Nachfahre eines Nazi-Täters, der das jüdische Volk um Vergebung für die Gräueltaten in Polen und Deutschland bat.

Ein Überlebender des Nova-Festivals, eines der Ziele des Hamas-Massakers, vermittelte eine Botschaft der Liebe und Hoffnung.

In seinem regelmäßig erscheinenden Newsletter Watching Over Zion für die Christlichen Freunde Israels berichtete David Soakell von der Familie eines israelischen Soldaten, der in dem Konflikt ums Leben kam. Ein acht Monate altes Mädchen konnte durch seine Spender-Leber gerettet werden. Die Familie des Soldaten konnte das Mädchen wenig später kennenlernen.

Es handelt sich um den 27-jährigen Unteroffizier Dor Zimel, der letzten Monat von einer Panzerabwehrrakete der Hisbollah getötet worden ist. Seine Organe wurden an Bedürftige gespendet – darunter auch an Baby Lielle.

„Während der emotionalen Begegnung trug das Baby ein T-Shirt mit einem Foto von Dor. Die Familie des Mädchens dankte ihm für ihre zweite Chance auf Leben“, berichtete David. „Und Dors Mutter Sharon brachte einen Löwenteddy für die Kleine mit, damit ihr Sohn durch Lielle ‚weiterleben‘ kann.“

All das gibt dem hebräischen Satz L’chaim (übersetzt: Auf das Leben!) eine zusätzliche Bedeutung, wenn man ein Glas erhebt, um auf einen besonderen Anlass anzustoßen.

 

 


Charles Gardner ist Autor folgender Bücher: „Israel the Chosen“, erhältlich bei Amazon; „Peace in Jerusalem“, erhältlich bei olivepresspublisher.com und „A Nation Reborn“, erhältlich bei Christian Publications International.

About the author

Patrick Callahan

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2 Kommentare zu “Britische Christen marschieren für Israel”

  1. Havershalom sagt:

    … und in der Bundesrepublik Deutschland???
    Zzzzzzt….

  2. igopub sagt:

    Es gibt hier in verschiedenen Städten, wie z.B. in Düsseldorf und besonders München (dort die weltweit grösste Gruppe) mit -200 Menschen) jeden Sonntag den Marsch „Run for their lifes“ zur Freilassung der israelischen Geiseln.

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