Naher Osten

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Mitglieder„Board of Peace“ (Friedensrat): Wie er funktioniert und wer ihn leitet

Über dem Generalrat steht der Exekutivausschuss, das wichtigste strategische und entscheidungsbefugte Organ, dessen Vorsitz Trump innehat, der sich ein Vetorecht vorbehält.

Friedensrat
US-Präsident Donald Trump nimmt an der Bekanntgabe und Unterzeichnungszeremonie der Charta des Friedensrats während des Weltwirtschaftsforums im Davos Congress Center in Davos, Schweiz, am 22. Januar 2026 teil. Bildnachweis: Daniel Torok/Weißes Haus.

(JNS) US-Präsident Donald J. Trump unterzeichnete am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Charta für den Friedensrat (Board of Peace) und markierte damit den offiziellen Beginn der zweiten Phase der Friedensinitiative der Regierung für den Gazastreifen.

Nach Angaben der Trump-Regierung verlagert die Unterzeichnungszeremonie, an der regionale Führungskräfte und globale Finanzmanager teilnahmen, den Schwerpunkt der US-Strategie vom derzeitigen Waffenstillstand hin zur „Entmilitarisierung, zum Wiederaufbau und zur zivilen Verwaltung“ des Gazastreifens.

Phase 2 schafft einen neuen Regierungsrahmen für das Gebiet, der die Hamas und frühere internationale Hilfsstrukturen durch einen zentralisierten Rat aus Interessengruppen ersetzen soll. Gemäß den Bestimmungen der Charta ist der Friedensrat nun die selbsternannte oberste Behörde, die für die Verwaltung der Wiederaufbaugelder und die Überwachung des Übergangs zu einer zivilen Regierung zuständig ist.

„Die gesamte Architektur des aktuellen Trump-Plans ist eine sehr beeindruckende Leistung, die in vielerlei Hinsicht beispiellos ist“, sagte Oberst (a. D.) Eran Lerman, Vizepräsident des Jerusalem Institute for Strategy and Security (JISS), gegenüber JNS. „Seit vielen Jahren gibt es Ideen in dieser Richtung einer internationalen Aufsicht,...

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4 Kommentare zu “„Board of Peace“ (Friedensrat): Wie er funktioniert und wer ihn leitet”

  1. Roland Kunz sagt:

    Dieser Friedensrat geht komplett in die falsche Richtung, weil er einerseits langfristig die 2-Staatenlösung anpeilt (bringt Joel 4, 2 voran) andererseits der nicht entwaffneten Hamas die unsägliche Chance gibt, sich nicht nur hinter palästinensischen Zivilisten zu verstecken, sondern auch hinter internationalen Offiziellen. Die Hamas wird aus dieser neuen Vermengung an zivilen und diplomatischen Personen heraus Israel angreifen, welches sich nicht mehr wehren kann, weil ansonsten Personal von internationalem diplomatischem Status in die Schusslinie kommt.

  2. Johannes Becher sagt:

    Die Bedeutung des „Friedensrates“ für Israel und die palästinensischen Gebiete kann ich überhaupt nicht beurteilen. Aber ich sehe in ihm nichts anderes als eine internationale Ausweitung des Hegemonial-Systems Trump. Dieser Mann hat doch erst kürzlich öffentlich schriftlich erklärt, sich dem Frieden nicht mehr verpflichtet zu sehen. Weil die norwegische Regierung(!) ihm den Friedensnobelpreis verweigert hätte.

    Wird die Welt sich großteils diesem kindischen Typ mit erheblichen emotionalen, sozialen und Bildungs-Defiziten tatsächlich unterwerfen?

  3. Stephan Wolf sagt:

    Gott bestimmt alles, was hier geschieht und das werden viele jetzt auch am eigenen Leib erfahren, sodass es nicht mehr geleugnet werden kann. In der Bibel sagt Gott, dass Gaza nach dem Völkergericht eine Wiese für Schafherden und Rinder sein wird.

    Donald Trump aber hat andere Pläne, denn er wähnt sich über Gottes Ratschluss erhaben, weil er sich einbildet, alles selbst zu entscheiden. Er versteht dabei nicht dass Gott durch ihn wirkt und auch sein Sinnen und Wollen vollständig in der Hand hat.

    Warten wir ab, wer sich durchsetzen wird. Diese ganzen Pläne, die gerade in USA gemacht werden, werden sich schnell als nicht umsetzbar erweisen, als groß klingende Strohfeuer, weil alle, die dabei mitmachen, aus dem einzigen Grund mitmachen, nämlich weil sie Trump schmeicheln wollen, um seine Gunst zu finden, damit man selbst keine Nachteile durch ihn erfährt, weil er jemand ist, der begründeten Widerspruch nicht für sich nutzt, sondern bestraft. Wenn Trump die Macht genommen ist, wird niemand mehr diese Ego-Geburten fortführen, sie dienen allein Trumps ewiger Jagd nach Anerkennung und Macht. Das ist alles nicht auf solidem Fundament gebaut und wird deswegen keinen Bestand haben, ja noch nicht einmal so ausgeführt werden wie man es diese Tage plant.

    Länder mit rein ideologischem Interesse Wie Katar oder die Türkei sollte man grundsätzlich ausschließen, denn sie können, außer dass sie die Spannungen erhöhen, nichts konstruktives beitragen, für sie ist es eine reine Machtfrage in der Region, denn es geht ihnen nicht um Frieden und Stabilität, sie verfolgen ganz andere, eigene Ziele.

  4. Roland Kunz sagt:

    Einen Volltreffer landet aus meiner Sicht die „Jüdische Allgemeine“ mit:

    QUOTE:
    Friedensrat für Gaza oder Kriegsrat gegen Israel?
    In Zukunft sollen ausgerechnet die Hamas-Unterstützerstaaten Katar und die Türkei im Friedensrat über den Gazastreifen mitbestimmen dürfen. Für Israel sollte das eine Warnung sein, sich unabhängiger von den USA zu machen
    von Daniel Neumann

    Das geht in Richtung dessen, was Stephan Wolf sagt.

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