MitgliederBaron Edmond de Rothschild und die israelische Landwirtschaft

Seit den 1860er Jahren ließen sich immer mehr jüdische Zionisten auf dem Gebiet des heutigen Israels nieder. Sie legten mit den ersten Moschawim, das sind landwirtschaftliche Siedlungen, einen Grundstein für die spätere Etablierung des Staates Israel.

von Eliane Müller |
Die idyllische Stadt Zichron Ya‘akov ist umgeben von Weinfeldern. Hier wird der berühmte Carmel Wein hergestellt Foto: Lior Mizrahi/Flash90

Die Moschawim kamen in existenzbedrohende finanzielle Schwierigkeiten. Als man dringend um Hilfe bat, erklärte sich Baron Edmond de Rothschild bereit, die Siedlungen zu unterstützen. Er erfüllte den kompletten Finanzbedarf der Moschawot Rischon LeZion, Zichron Ya’akov, Rosch Pina und Ekron.

Jakob und Betty Rothschild begründeten den französischen Zweig der Bankiersfamilie. Edmond war ihr drittes Kind. Er wuchs in Paris auf und genoss eine sowohl traditionell jüdische als auch säkulare Bildung. 1868 trat er ins Bankwesen ein, spielte dort aber nie eine wirklich aktive Rolle. Stattdessen interessierte er sich für Kunst und setzte sich sehr für den Zionismus ein.

Nach den Pogromen in Russland ab 1881 unterstützte der Baron russische Juden dabei, in das Land zwischen Mittelmeer und Jordan einzureisen, das damals zum Osmanischen Reich gehörte. Ab 1882 erwarb er Grundstücke. Er förderte nach Kräften den Siedlungsbau. Die Projekte verwirklichte er oft zusammen mit seiner Frau Adelaïde, die selbst dem Zionismus anhing. In diese Zeit reichen jüdische Siedlungen wie Zichron Ya‘akov und Rischon LeZion zurück. Von Europa aus unterstützte er hier vor allem...

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