Außenministerium: Kirchen-Boykott ist unmoralisch

Die amerikanische „United Church of Christ“ (UCC) hat ihre Mitglieder zum Israel-Boykott aufgerufen. Die Kirchenführung regte bei ihrer Generalsynode in Cleveland an, ihre Mitglieder sollen sich von Unternehmen distanzieren, die vom Konflikt im sogenannten Westjordanland profitieren. Der liberale protestantischen Kirche, die sich zudem für die Rechte von Schwulen und Lesben einsetzt, gehören rund eine Millionen Menschen an. Das israelische Außenministerium bezeichnete den Boykott-Aufruf der Christen als unmoralisch.

Außenministerium: Kirchen-Boykott ist unmoralisch

Die amerikanische „United Church of Christ“ (UCC) hat ihre Mitglieder zum Israel-Boykott aufgerufen. Die Kirchenführung regte bei ihrer Generalsynode in Cleveland an, ihre Mitglieder sollen sich von Unternehmen distanzieren, die vom Konflikt im sogenannten Westjordanland profitieren. Der liberale protestantischen Kirche, die sich zudem für die Rechte von Schwulen und Lesben einsetzt, gehören rund eine Millionen Menschen an. Das israelische Außenministerium bezeichnete den Boykott-Aufruf der Christen als unmoralisch.

Die Resolution der UCC fordert unter anderem den Boykott folgender Firmen: Caterpillar, Motorola, Hewlett-Packard, Security Contractor G4S und Veolia Environment. Diese Firmen hätten Vorteile von der „Besetzung der palästinensischen Gebiete durch den Staat Israel.“ Zudem verlangt die Kirche, nicht mit israelischen Firmen in den Palästinensergebieten zusammenzuarbeiten.

Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums betonte, dass dieser Aufruf zum Boykott einer „Dämonisierung“ Israels gleich käme. Die christlichen Gemeindemitglieder täten besser daran mitzuhelfen, dass die Verhandlungen mit den Palästinensern wieder aufgenommen würden, anstatt die „Verteufelung“ Israels voranzutreiben.

Bereits im Jahr 2005 hatte die UCC versucht, wirtschaftlichen Druck auszuüben, um so den Konflikt im Nahen Osten zu beeinflussen.

Israelische Fachleute sehen in der weltweiten Boykott-Bewegung eine wachsende Bedrohung für den Staat Israel. Selbst Palästinenser wandten sich mittlerweile öffentlich gegen Boykott-Aktionen, weil dadurch gut bezahlte Arbeitsplätze vernichtet würden.

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