Armeedienst trotz Behinderung Mutig: Ori dient allen

Ori ist von Geburt an blind. Aber sie besuchte eine normale Schule.

von Dov Eilon |
Foto: IDF

Ori versäumte keine Klassenfahrt, sogar an der Fahrt nach Polen nahm sie teil. Nach dem Abitur ließ sie sich nicht davon abhalten, wie alle jungen Leute in Israel in der Armee zu dienen.

Schon zwei Monate, bevor sie die Uniform anzog, besuchte sie die Militärbasis, in der sie stationiert werden sollte. „Ich habe mir den Ort genau unter die Lupe genommen“, erklärte Ori. „Es ist mir immer wichtig, möglichst unabhängig zu sein. Mein Stock kann mir nur sagen, wo Hindernisse sind, er kann mich nicht führen. Das war am Anfang sehr frustrierend. Ich ging wichtige Strecken immer wieder ab, bis ich sie gelernt hatte.“ Der Wunsch der jungen Frau, in der Armee zu dienen, war stark genug, es zu schaffen. Viele rieten ihr vom Armeedienst ab. „Ich musste nicht volontieren, aber ich bin sicher, dass ich das Richtige mache. Meine Brüder haben als Kämpfer gedient. Sie haben immer wieder von ihrer Zeit in der Armee erzählt. Daher wollte auch ich immer zur Armee. Ich will meinem Land etwas geben und gleichzeitig meine Unabhängigkeit weiter entwickeln.“

Ori wurde als Bildungs-Unteroffizierin rekrutiert. Sie wird ausgebildet, für Soldaten Workshops und Ausflüge zu organisieren, bei denen es um Werte geht. „Die wichtigsten Werte sind Gleichheit und Toleranz. Es ist wichtig, die Menschen danach zu beurteilen, was sie sind, nicht nach ihrem Aussehen oder ob sie mit einem Blindenstock laufen.“

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