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Wie Falschnachrichten Jesusgläubigen Juden das Jüdischsein absprachen

Es ist an der Zeit, die gefälschten Nachrichten zu beenden, dieses 2.000 Jahre alte teuflische Komplott zu vereiteln und den Schleier zu entfernen

Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90

Es gab einst eine Verschwörung, bei der Falschnachrichten (Fake News) verbreitet wurden, um zu verhindern, dass sich der Glaube an Jesus als den Messias unter dem jüdischen Volk ausbreitet. Und es hat tatsächlich funktioniert. Bis zum heutigen Tag wird genau diese falsche Geschichte benutzt, um das jüdische Volk daran zu hindern, Jesus in Betracht zu ziehen oder gar an ihn zu glauben.

Mit einer tiefen prophetischen Einsicht in die Wirksamkeit und Tragweite dieser falschen Nachrichtenverschwörung, die die Augen der Juden davor blenden sollte, die messianischen Behauptungen Jesu auch nur in Betracht zu ziehen, verbringt Lukas die meisten der letzten Kapitel der Apostelgeschichte damit zu beschreiben, wie der Apostel Paulus diese falsche Erzählung thematisierte, die von den religiösen Juden verbreitet wurde, die sich Jesus widersetzten.

Die Strategie war einfach.

Man beschuldige die jüdischen Anhänger Jesu, dass sie gegen Mose, die Thora, den Tempel, jüdische Traditionen und die jüdische Nation predigen. Mit anderen Worten, gegen alles Jüdische. Damit wären sie Feinde des jüdischen Volkes.

Wir erfahren früh, wie sich die Handlung zu entfalten beginnt. „Da stifteten sie [die jüdische Führung] Männer an, die sagten: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und Gott! Und sie wiegelten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf und überfielen ihn, rissen ihn fort und führten ihn vor den Hohen Rat. Und sie stellten falsche Zeugen, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, Lästerworte zu reden gegen diese heilige Stätte und das Gesetz! Denn wir haben ihn sagen hören: Jesus, der Nazarener wird diese Stätte zerstören und die Gebräuche ändern, die uns Mose überliefert hat!“ (Apg. 6,11-14)

Dieselben falschen Anschuldigungen wurden in der gesamten Apostelgeschichte wiederholt.

Die Behauptung, dass diejenigen, die Jesus nachfolgen, das Wort Gottes in der Thora sowie die tausendjährige jüdische Tradition und die jüdischen Bräuche aufgeben, erwies sich als wirksame Strategie. So wirksam, dass bis zum heutigen Tag die meisten Juden (und viele Christen) glauben, dass wir unsere jüdischen Bräuche, Mose, die Thora und unser Volk aufgeben müssen, wenn wir an Jesus glauben.

Haben also die Apostel, Paulus, das Neue Testament und die frühen jüdischen Gläubigen gelehrt, dass wir die Thora, Moses, die jüdischen Traditionen aufgeben müssen?

Man beobachte zunächst einmal, wie Paulus ohne Zögern vortritt, um diese falsche Erzählung zu widerlegen. Während seiner Gefangenschaft in Cäsarea und als er vor der jüdischen Führung und dem römischen Prokurator Festus stand, erklärt Paulus: „Ich habe keine Vergehen gegen das Gesetz der Juden oder gegen den Tempel oder gegen Cäsar begangen“ (Apg 25,8). Der Apostel hielt sich an die jüdischen Gesetze und Traditionen, auch wenn dies mit hohen Kosten verbunden war.

In ähnlicher Weise rief Paulus, als er in einem römischen Gefängnis saß, die Führer der Juden zusammen, „und er sagte zu ihnen: Brüder, ich habe nichts gegen unser Volk oder die Bräuche unserer Väter getan“ (Apg. 28,17). Es ist interessant, dass Lukas, ein Heide und Autor der Apostelgeschichte, es für wichtig hält, die falschen Anschuldigungen und die Antworten des Paulus in seinen Schlusskapiteln festzuhalten. Anstatt die jüdischen Bräuche als eine Bedrohung seines eigenen Glaubens an den Messias zu sehen, schätzt und verteidigt er eindeutig die Notwendigkeit, dass jüdische Gläubige die Traditionen bewahren müssen. Leider ist dies selbst für viele moderne messianische Juden nicht immer der Fall. Darüber habe ich schon in meinem Artikel „Ist die Zukunft der Messianer jüdisch?“ geschrieben.

 

Paulus sah sich bis zum Ende seines Lebens als Jude…

Gegenüber Nicht-Juden

Als es in Jerusalem einen Aufruhr gab, weil Juden dachten, Paulus habe Trophimus, einen Heiden aus Ephesus, in den Tempel gebracht (wofür es keine Beweise gibt), packten ihn römische Soldaten, um ihn zu beschützen, und Paulus erklärte: „Ich bin ein jüdischer Mann aus Tarsus, Bürger einer nicht unberühmten Stadt in Cilicien. Ich bitte dich, erlaube mir, zu meinem Volk zu reden!“ (Apg 21,39)

Gegenüber Juden

Während desselben Vorfalls bittet Paulus seine römischen Beschützer, sich an die Juden zu wenden. „Als sie aber hörten, dass er in hebräischer Sprache zu ihnen redete, wurden sie noch ruhiger; und er sprach: Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Cilicien, aber erzogen in dieser Stadt, zu den Füßen Gamaliels, unterwiesen in der gewissenhaften Einhaltung des Gesetzes der Väter, und ich war ein Eiferer für Gott, wie ihr alle es heute seid.“ (Apg 22,2-3)

Gegenüber allen anderen

Paulus und Silas waren in Philippi und befreiten ein Mädchen von einem Wahrsagegeist, und alle in der Stadt waren verärgert, weil dieses Mädchen eine Einkommensquelle gewesen war. Man verhaftete die beiden und behauptete: „Und sie führten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Männer, die Juden sind, bringen unsere Stadt in Aufruhr“ (Apg. 16,20-21).

Woher wusste man, dass sie Juden waren? Ganz einfach, weil Paulus, die Apostel und alle jüdischen Gläubigen die jüdischen Traditionen bewahrten, auch Jahrzehnte nachdem Jesus seine Aufgabe auf dieser Erde beendet hatte.

 

Eifrig für das Gesetz? Das ist eine gute Sache.

Man betrachte einmal diese faszinierende Diskussion zwischen Paulus und den führenden Brüdern in Jerusalem. „Bruder (Paulus), du siehst, welch große Zahl von Juden gläubig geworden ist, und alle sind Eiferer für das Gesetz. Es ist ihnen aber über dich berichtet worden, du würdest alle Juden, die unter den Heiden sind, den Abfall von Mose lehren und sagen, sie sollten ihre Kinder nicht beschneiden und nicht nach den Gebräuchen wandeln. Was ist nun zu tun? Auf jeden Fall muss die Menge zusammenkommen; denn sie werden hören, dass du gekommen bist. So tue nun das, was wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf sich haben; diese nimm zu dir, lass dich reinigen mit ihnen und trage die Kosten für sie, dass sie das Haupt scheren lassen; so können alle erkennen, dass nichts ist an dem, was über dich berichtet worden ist, sondern dass auch du ordentlich wandelst und das Gesetz hältst. (Apg. 21,17-24)

Das Bekenntnis der jüdischen Gläubigen zum Judentum und zu den jüdischen Traditionen war kein Trick, um der jüdischen Religion, die als „legale Religion“ eingestuft wurde, römischen Schutz zu verschaffen. Es war auch keine Taktik, die Juden zu evangelisieren, auch bekannt als „dem Juden ein Jude“. Für sie ist der Glaube an Jesus, den Messias, die Erfüllung dessen, was es bedeutet, ein praktizierender Jude zu sein, und Teil ihrer Bundesbeziehung mit dem Gott Israels durch ihren messianisch-jüdischen Glauben an Jesus.

 

Feste

In diesen letzten Kapiteln der Geschichte der Urgemeinde bei Lukas finden wir die jüdischen Gläubigen, die sich an die Gebote zur Feier der jüdischen Feste wie Passah (20,6), Pfingsten oder Schawuot (20,16), Schabbat und Jom Kippur (27,9) halten.

In seinem letzten Kapitel (28) macht Lukas die Wahrheit deutlich, dass der Glaube an Jesus und die jüdischen Gesetze und Traditionen für den Glauben und das Leben der frühen jüdischen Gläubigen wesentlich waren.

Er erzählt von Paulus, wie er seinen Glauben gegenüber seinen Landsleuten verteidigte, der in der „Hoffnung Israels“ wurzelt, die in der Thora begründet ist, und versichert ihnen, dass er „nie gegen das jüdische Volk gesprochen hat“ (Verse 19-20, 23,28).

Paulus und die frühen Jünger weigerten sich, auch nach Jahrzehnten der Verfolgungen, der Ablehnung und unzähliger Fake News in ihrem Bekenntnis zu ihrem jüdischen Glauben und ihren jüdischen Traditionen nachzulassen. Erst nachdem Paulus und den anderen Gläubigen, die für ihren Glauben litten, klar geworden war, dass sich der jüdische Widerstand gegen die messianischen Ansprüche Jesu verhärtete, hält Lukas in seinem letzten Vers die schwierige Entscheidung des Paulus fest. „Darum sollt ihr wissen, dass Gottes Rettung zu den Heiden gesandt ist, und sie werden zuhören“(28).

Heute, vielleicht mehr denn je, jetzt, da wir hier im Land Israel sind, müssen wir die entscheidende und untrennbare Verbindung zwischen der Offenbarung, dass Jesus unser Messias ist, und unserer Liebe zur Thora und den Tausenden von Jahren unserer jüdischen Traditionen und unseres jüdischen Erbes und unseres Volkes betonen. Lassen Sie uns den Teufelskreis der Falschmeldungen durchbrechen und die gute Nachricht überbringen.

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Patrick Callahan

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