Möglicherweise liegt das daran, dass sie gar nicht mehr so sozialistisch und auch nicht besonders landwirtschaftlich sind.
Nach Angaben der industriellen Vereinigung der Kibbutzim haben ihre Mitglieder im letzten Jahr etwa 110 Millionen Schekel (fast 30 Millionen Euro) in israelische Start Ups investiert. 25 Kibbutzim tätigten insgesamt 34 Investitionen, vor allem durch einen Fonds, der eigens dafür geschaffen wurde, die sozialistischen Gemeinschaften in den Innovationssektor des Landes einzubeziehen.
Das vielleicht berühmteste Beispiel ist die Firma Netafim, die die Tröpfchen-Bewässerung entwickelt hat und aus dem Kibbutz Hatzerim kommt. Der Kibbutz hat das Unternehmen vor etwa zwei Jahren für 1,5 Milliarden Dollar an ein mexikanisches Unternehmen verkauft. Es scheint den Kibbutzim nicht schwer zu fallen, die gesellschaftlichen Ideale der Gründungszeit gegen kapitalistische Werte einzutauschen.




