Haggai wirkte für kurze Zeit nach der Rückkehr der Kinder Israels aus Babylon. Persien beherrschte Juda und Jerusalem (520 v. Chr.). Ziel war der Wiederaufbau des Tempels, aber die Zeit dafür sollte Gott bestimmen. „Ist es aber für euch an der Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus in Trümmern liegt?“ (Haggai 1,4) Zu dieser Zeit befand sich das Volk Israel geistlich in einem Tief, finanziell ebenso. Politische Entwicklungen schienen dem Volk Israel Hoffnungen zu machen. „Denn also spricht der HERR der Heerscharen: Noch einen kleinen Augenblick, und ich erschüttere den Himmel und die Erde, das Meer und das Trockene; und ich will auch alle Nationen erschüttern, und es werden die Kostbarkeiten aller Nationen kommen, und ich will dieses Haus mit Herrlichkeit erfüllen.“ (Kap. 2,6)
A ber die Herrscher im Volk war uneins. Auf der einen Seite hatte Serubbabel, der Sohn Sealtiels, Statthalter von Juda, das Wort, und andererseits dominierte auch Josua, der Sohn Jozadaks, der Hohepriester. Die Uneinigkeit verzögerte den Wiederaufbau des Tempels. Es vergingen 20 Jahre, seit...
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