Das Hula-Tal liegt nördlich des Sees Genezareth und schloss einst den 14 Quadratkilometer großen Hula-See sowie 47 Quadratkilometer Sumpfgebiet ein. Beide verschwanden durch die Entwässerung, es entstanden 14.827 Morgen Ackerland.
Mit dem Projekt betraut wurde der damals 61-Jährige Elhanan Berechyahu. Er stammte aus Litauen und war 1914 nach Israel gekommen. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte er am Massachusetts-Institut für Technik Hydrologie und kehrte dann 1925 nach Israel zurück. Ein Jahr später wurde er Chefingenieur des Jüdischen Nationalfonds. Ganz Zionist, beschrieb Berechyahu das Projekt als Erfüllung von Hesekiel 47. Für andere war es nur ein technischer Versuch, unbewohnbare Wildnis in fruchtbares Land zu verwandeln.

Der arabische Begriff Hula stammt vom aramäischen Hulata (Sand). Bereits zur Zeit des Ottomanischen Reiches hatte es Pläne zur Trockenlegung gegeben. Eine der ersten Maßnahmen war die Ansiedlung eines beduinischen Stammes aus dem Sudan, den Ghawarna. Sie waren Sumpfgebiet gewohnt und lebten von der Wasserbüffel- und Fischzucht und der...
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