Und es soll geschehen an jenem Tag, dass ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich gewisslich daran wund reißen; und alle Heidenvölker der Erde werden sich gegen es versammeln. (Sacharja 12,3)
Das britische Königshaus soll sich politischer Äußerungen enthalten. Eine schwierige Vorgabe, wenn man das Heilige Land und besonders Jerusalem besucht. Prinz William hat es während seiner dreitägigen Tour durch die Region bewundernswerter Weise geschafft, sich weder von israelischen noch palästinensischen Gesprächspartnern vereinnahmen zu lassen. Ihm unterlief kein einziger Versprecher. Ein „Fettnäpfchen“, das der Prinz nicht umgehen konnte, war das Treffen mit israelischen Ministerpräsidenten und dem Staatspräsidenten in Jerusalem, wo sich die Residenzen befinden.
Ein Meeting mit dem Bürgermeister von Jerusalem wäre offensichtlich dann aber doch einen Schritt zu weit gegangen. Bürgermeister Nir Barkat hätte leicht dazustoßen können, als Prinz William durch Jerusalem tourte. Das hätte die Briten allerdings in die unbequeme Lage gebracht, dass dies als Anerkenntnis des israelischen Anspruchs auf ein geeintes Jerusalem hätte verstanden...
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