Die Einwanderung der jemenitischen Juden wird damit als abgeschlossen betrachtet. Der Sprecher der Jewish Agency, Avi Mayer, teilte mit, dass noch etwa 50 Juden im Jemen verblieben sind. Sie seien der dortigen Regierung namentlich bekannt. Wegen ihres hohen Alters hatten sie kein Interesse an einer Übersiedlung nach Israel gezeigt. Unter ihnen sind auch Frauen, die mit Moslems verheiratet sind.
Mit dieser letzten Gruppe an Einwanderern kam auch der Rabbiner der Stadt Raydah nach Israel. Er hatte eine 800 Jahre alte Thorarolle bei sich. Medienberichten zufolge reagierten jemenitische Behörden aufgebracht, als sie davon erfuhren. Mindestens ein im Jemen verbliebener Jude sei verhaftet und des Diebstahls der Thorarolle beschuldigt worden. Als Grund hieß es, die Rolle sei Kultureigentum des Landes.
Auch die sterblichen Überreste von Aharon Zindani, der im Jahr 2012 der Zauberei beschuldigt und ermordet worden war, sind aus dem Jemen nach Israel überführt worden. Der 50-Jährige hatte in den 90er Jahren schon etliche Jahre in Israel gelebt, war dann allerdings in die jemenitische Hauptstadt Sanaa zurückgekehrt.
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