Medien ließen verlauten, dass sich Israels Premierminister augenscheinlich positive Berichterstattung in Israels wichtigster Zeitung erkaufen wollte. Sollte sich der Verdacht erhärten, steckt darin das Potential für eine der schwerwiegendsten Korruptionsaffären in Israels Staatsgeschichte. Die israelische Demokratie scheint in ihren Grundfesten erschüttert. Derartige Affären legen das problematische Verhältnis zwischen Politikern und Magnaten bloß. Wir alle wussten Bescheid, hatten aber bislang keine Beweise. „Jetzt sehen sich die Medien erstmals im Spiegel wieder und erschrecken, dass weder rechte noch linke Ideologie die Medien und Politik bestimmen, sondern lediglich Geld und mehr Reichtum“, sagte der Knessetabgeordnete Micky Rosenfeld, der früher selbst als Kommentator für die Jediot Achronot schrieb.

Tonbandaufnahmen sollen belegen, dass der Herausgeber von Jediot Achronot und Ynet, Arnon Moses, Netanjahu zugesagt habe, die kritische Haltung seiner Zeitung gegen den Premier und dessen Familie aufzugeben. Im Gegenzug habe Netanjahu ihm finanzielle Vergünstigungen versprochen und zugesagt, einen Gesetzesentwurf zu unterstützen, der die Schließung der umstrittenen Gratiszeitung Israel Hayom, also direkter...
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