Feiern war durch die Besatzung so gut wie unmöglich geworden. Die Rede ist von den Kurden im Norden Syriens, die dieses Jahr nicht in der Lage waren, Nouruz, einen alten persischen Neujahrstag, zu begehen. Dieser Festtag ist gleichzeitig der Gedenktag an den Sieg ihrer Vorfahren über Syrien im Jahr 612 v. Chr.
Afrin ist eine Stadt und gleichzeitig ein Bezirk im nördlichen Syrien, unweit der türkischen Grenze. Im Zuge der Operation Ölzweig nahm die Türkei im Januar 2018 Afrin und die umliegenden Gebiete ein. Die Türkei begründete ihren Schritt damit, er sei nötig gewesen, um kurdische Aggression einzudämmen. Die Freie Syrische Armee habe bei der Eroberung Afrins geholfen. Bis heute steht die Stadt unter einer schier erdrückenden Besatzung, nur wenigen in der westlichen Welt ist dies überhaupt bewusst. Im Vorfeld des diesjährigen Nouruz Festes (20./21. März) haben die türkischen Besatzer die Bevölkerung Afrins auf Arabisch und Türkisch darüber informiert, dass öffentliche Feierlichkeiten verboten seien. Der Tag sei normaler Arbeitstag, hieß es. Die Türken rechtfertigten die Maßnahmen damit, man wolle „Terrorattacken vorbeugen“. In Wahrheit haben sie Angst davor, die Kurden könnten...
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