Weil ihr das Studium an der renommierten Kunstschule Bezalel verwehrt war, studierte sie an einer nicht sehr bekannten Hamidrasha-Kunstschule. Heute ist sie eine der bekanntesten israelischen Fotografinnen.
Ihr Können vervollkommnete sie als freiberufliche Fotojournalistin für Tageszeitungen. Ihr Foto „Der Sänger und seine Mutter“ wurde 2003 im Kontext eines Interviews mit Nurit Geffen, der Mutter des israelischen Popstars Aviv Geffen, veröffentlicht. Nurit ist mit Schriftsteller Jonathan Geffen verheiratet und mit Moshe Dayan verwandt. In dem Interview in der Yediot Aharonot präsentierte sie ihren Sohn als Opfer einer nichtfunktionierenden mythologischen Familie.
Kahana sagte mir, dass ihr damals spontan die Idee gekommen sei, das ikonische Pietà-Motiv zu nutzen. Was Nurit in dem Interview sagte, passte genau zu dem emotionellen Ballast der Pietà. Das Foto erschien dann auch 2004 in Kahanas Buch „Israelisches Porträt“.
Aviv Geffen machte sich einen Namen als junger linker Dissident, der in den frühen 90er Jahren die israelische Jugend aufrief, den Wehrdienst zu verweigern. Sein Bekanntheitsgrad schnellte 1995 hoch, als er in Tel Aviv an der Friedensdemonstration teilnahm, bei der Itzhak Rabin ermordet wurde.
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