Ausgerechnet am Freitag dem 13. April begann einen neue Ära im Kampf zwischen den Terroristen im Gazastreifen und Israel. Es war der Tag, an dem zum ersten Mal mit brennenden Material bestückte Drachen vom Gazastreifen aus über die Felder israelischer Landwirte nahe der Grenze geflogen wurden. Bei ihrer Landung steckten diese dann die landwirtschaftlichen Feldern, besonders Weizenfelder, in Brand. Zunächst kaum beachtet, doch als dann immer mehr Weizenfelder verbrannten und damit den israelischen Landwirten die Lebensgrundlage gefährdet wurde, wurde klar, dass man es hier mit einer neuen Art des Terrors zu tun hat.
Seit diesem Freitag im April sind um die 300 dieser „Feuerdrachen“ über die israelischen Felder geflogen und haben nicht weniger als 300 Hektar an landwirtschaftlichen Feldern verbrannt. Durchschnittlich dreimal pro Woche muss die Feuerwehr ausziehen, um die Brände zu löschen. Der Schaden ist gigantisch. Nicht nur für die Landwirte, die durch das Verlieren der Weizenernte einen Schaden in Millionenhöhe erlitten haben, auch für die Natur sind die Feuerdrachen eine Katastrophe. So sind vom beliebten Be’eri Krater um die 70 Prozent der Fläche verbrannt. Was im Winter noch geblüht hat, ist jetzt nur noch schwarz.
Be’eri, im Winter und jetzt
Doch nicht nur in Be’eri hat es gebrannt. Die Feuerdrachen haben Brände auf israelischen Felder entlang der gesamten Grenze verursacht. Seit einiger Zeit versucht die israelische Armee mit einer besonderen Drohne gegen diesen neuen Terror zu kämpfen. Diese Drohnen sind in der Lage, die Drachen zu fassen und auf die Erde zu bringen, wo die Sicherheitskräfte dann den am Drachen befestigten Brandkörper löschen können.

Trotz der Drohnen hält der Drachenterror an. Israel hat bereits entschieden, die Landwirte für ihre Verluste zu entschädigen. Sie werden als Opfer von Terroranschlägen anerkannt. Doch die israelischen Landwirte wollen jetzt noch einen Schritt weiter gehen und sagen der Hamas im Gazastreifen den Kampf an. Gestern erklärten sie, dass sie planen, vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu klagen, Sie wollen unter anderem die Hamasführer Ismail Haniye und Yehiyeh Sinwar wegen Kriegsverbrechen verklagen. Nur eine Woche zuvor erklärten die Palästinenser. dass sie Israel wegen der Ereignisse am Grenzzaun zum Gazastreifen in Den Haag verklagen wollten.
Unter anderem wollen die israelischen Landwirte die Hamas wegen des Brechens von Artikeln des Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs, wie das Verbrennen von landwirtschaftlichen Feldern , den Angriff der Grenze Israels, die Ausnutzung von Kindern für Kampfzwecke und die Benutzung der Bevölkerumg als menschliche Schutzschilder.
Die Klage wird mithilfe der Organisation Shurat Hadin eingerecht werden. Die Organisation ruft weitere Landwirte und Bürger auf, sich an der Klage zu beteiligen. “Israel wird nicht schweigen”, sagte die Präsidentin der Organisation, Rechtsanwältin Nitsana Darshan-Leitner. “Die momentane Situation, wo täglich Felder und Wälder in Israel durch Mitglieder terroristischer Organisationen verbrannt werden, ist nicht akzeptierbar. Es kann nicht sein, dass die Hamas Israel der Kriegsverbrechen beschuldigt, während sie zur selben Zeit die Zivilbevölkerung und besonders Kinder als menschliche Schutzschilder für ihre Terroraktivitäten benutzt. Daher fordern wir vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, die Führer der Hamas zur Rechenschaft zu ziehen.”





