Israel

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Israel Heute Morgen

So liebe ich das Wetter. Sonne, blauer Himmel und angenehme nicht zu warme Temperaturen. Ein paar Worte über den sich nähernden Unabhängigkeitstag, das Grillen an jeder Stelle, Israels erstem Supermarkt, randalierende orthodoxe Demonstranten und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!
So liebe ich das Wetter. Sonne, blauer Himmel und angenehme nicht zu warme Temperaturen. Wenn es doch immer so bleiben könnte. Wird es aber nicht, das sollte ich eigentlich wissen. Aber bis es wieder wärmer wird, genieße ich erst einmal den Augenblick. Bis Mittwoch soll es täglich etwas wärmer werden, ein neuer Sharav ist auf dem Weg zu uns mit Hitze und Trockenheit. Danach folgt dann, wie immer nach dem Sharav, eine willkommene Abkühlung.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter ohner bemerkenswerte Veränderung der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 24 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 34 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.39 m unter dem Meeresspiegel.

Bei uns in Modiin werden heute sogar schon 27 Grad erwartet. In Modiin ist es immer etwas wärmer. Morgen Abend beginnt der Gedenktag an die gefallenen Soldaten und den Opfern des Terrors, daher werden auch heute die Zeitungen ihre Geschichten erzählt. Leider gibt es auch Familien, die mehr als einen Angehörigen verloren haben. Es sind also recht traurige Tage. Gleichzeitig bereitet man sich aber auch auf den Tag danach vor, dem Unabhängigkeitstag. Am Mittwoch Abend, wenn die Trauer in die Freude über die Geburt des Staates Israel übergeht, beginnen im ganzen Land die Feiern. In allen Städten wird es Straßenfeiern geben mit vielen bekannten Sängern. Dieser Tag ist für sie wohl der Tag, an dem sie am meisten verdienen. Es wird Feuerwerke geben, tausende von Menschen werden feiernd durch die Straßen ziehen. Und dann, am Donnerstag werden so gut wie alle Israelis ihrem “Nationalsport” nachgehen. Sie werden grillen, “Al HaEsh” heißt das auf Hebräisch, “auf dem Feuer”. Die Parks werden überfüllt sein, jedes freie Stück Wiese, ganz egal, wo sie sich befindet, wird besetzt sein. Es gibt sogar Leute, die bereits in der Nacht in die Parks und zu den Picknickplätzen gehen, um “ihr” Gelände zu kennzeichnen. Wer über einen Garten verfügt, dem bleiben die Kopfschmerzen, einen guten Platz zum Grillen zu ergattern, erspart.

Unser Grill im Garten wartet schon darauf, endich wieder in Betrieb genommen zu werden.

Wer sich jetzt besonders freut, sind natürlich die Supermärkte. Dort hat der Unabhängigkeitstag schon längst begonnen. Ist ja auch logisch, wenn es einen Tag gibt, an dem viel, besonders Fleisch, verkauft wird, dann ist es dieser Tag. Daher laden uns die Supermärkte schon seit einigen Tagen ein, ihre Angebote zu nutzen, damit auch das richtige Fleisch auf den Grill kommt. Die Werbung ist sogar recht originell.

”Man feiert den Unabhängigkeitstag bei Shufersal Deal”, Werbung

Shufersal war übrigens der erste Supermarkt in Israel. Er hatte seine erste Filiale schon im Jahr 1958 geöffnet.

Auf meinem Weg zur Redaktion kam ich heute früh an der Rekrutierungsstelle vorbei. Ich gehe eigentlich immer dort vorbei, wenn ich mit der Linie 110 nach Jerusalem fahre. Heute lag dort ungewöhnlich viel Müll auf der Straße, viele Plastikflaschen und -Becher, Papier und noch viel mehr. Eine ganze Gruppe junger Soldaten waren mit den Reinigungsarbeiten beschäftigt. Was war denn hier los, dachte ich mir. Dann wäre ich fast auf einen „Pferdeapfel“ getreten, Sie wissen, was das ist. Und dann war mir klar, dass es hier sicherlich wieder eine Demonstration gegeben hatte. Als ich mein Büro erreicht hatte, begann ich, im Internet nach Informationen zu suchen und bin fündig geworden. Hier ein kleines Beispiel:

Heftige Demonstration vor dem jerusalemer Rekrutierungsbüro, gestern

Wieder mal protestierten orthodoxe Juden gegen die Armee. Diesmal ging es um die Festnahme eines orthodoxen Mädchens, das sich, wie üblich, davor gedrückt hatte, sich an der Rekrutierungsstelle registrieren zu lassen. Sie kennen das sicher schon. Doch diesmal ging es sehr heftig zur Sache, Polizisten wurden tätlich angegriffen, so dass Blendgranaten eingesetzt wurden, um die Demonstration in den Griff zu bekommen und zu beenden.

Ich finde es schade, dass wir untereinander nicht klar kommen. Das muss einfach aufhören. Haben wir nicht so schon genug Probleme? Syrien, Iran und Hisbollah im Norden, Terrortunnel und Hamas im Süden, es fehlt wirklich nicht an Problemen, mit denen sich das Land auseinandersetzen muss zu seinem 70. Geburtstag. Doch wir werden uns die Feiern nicht verderben lassen, das verspreche ich Ihnen.

Und nun wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und ruhigen Montag, einen guten Beginn der Arbeitswoche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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