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Es tröpfelt – Die Verharmlosung der Raketen

Wenn es leichten Regen gibt, sprechen die Meteorologen oft von einem leichten Tröpfeln. Ein wirklich niedliches Wort. Doch nur, wenn damit auch tatsächlich der hier bei uns in Israel so lang ersehnte Regen gemeint wäre. Doch das Wort „Tröpfeln“ hat hier längst eine andere Bedeutung bekommen. In den Landkreisen um den Gazastreifen herum tröpfelte es keine Regentropfen, es tröpfelte Raketen.

Seit etwas mehr als einer Woche „tröpfelt“ es in Israel. Seit US-Präsident Donald Trump erklärte, dass die USA Jerusalem als die Hauptstadt Israels anerkennen, kam es im Süden des Landes immer wieder zu einem Getröpfel. „Tiftuf“ heißt das auf Hebräisch. Wenn es leichten Regen gibt, sprechen die Meteorologen oft von einem leichten Tröpfeln. Ein wirklich niedliches Wort. Doch nur, wenn damit auch tatsächlich der hier bei uns in Israel so lang ersehnte Regen gemeint wäre. Doch das Wort „Tröpfeln“ hat hier längst eine andere Bedeutung bekommen. In den Landkreisen um den Gazastreifen herum tröpfelte es keine Regentropfen, es tröpfelte Raketen.

Hier und da wird mal eine Rakete auf Israel geschossen, die Welt scheint sich darüber überhaupt nicht aufzuregen, warum sollte sie auch? Wenn sogar wir hier immer wieder von einem „Tiftuf“, einem „Tröpfeln“ von ein paar Raketen sprechen. Ich möchte daran erinnern: Wir sprechen hier nicht von ein paar harmlosen Regentropfen, sondern von Raketen! Und Raketen können töten! Was erwarten wir von der Welt, wenn wir selbst diese Raketenbeschüsse derartig verniedlichen? Jeder Abschuss einer Rakete auf Israel ist ein Terroranschlag, ein Versuch, Menschen zu töten, nicht mehr und nicht weniger.

Leider wage ich zu behaupten, dass, wenn es fast täglich in Tel Aviv getröpfelt hätte, die Reaktionen darauf ganz anders ausgesehen hätten. Das sagen auch die Bewohner der Landkreise um den Gazastreifen herum. Sie haben die Nase voll von dem Getröpfel und fordern eine scharfe Reaktion auf jeden Raketenbeschuss.

Nennen wir die Raketen bei ihrem wirklichen Namen, es sind Mordwaffen, deren Ziel es ist, Menschen, Israelis, uns zu töten. Und das dürfen wir nicht zulassen. Bei den Vereinten Nationen ist man zur Zeit allerdings mit wichtigeren Dingen beschäftigt, der Jerusalem-Erklärung, sie soll jetzt als nicht bindend bezeichnet werden. Das Raketentröpfeln scheint sie nicht sonderlich zu interessieren.

Mittlerweile warten wir noch immer auf das wahre Getröpfel und gerne noch mehr davon, wir warten auf den Regen.

Bild: Raketengetröpfel – Überreste einer Rakete, die in der letzten Woche auf einer Straße in Sderot explodiert war (Foto: Flash90)

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Patrick Callahan

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