Gestern Abend weiteten sich die arabischen Proteste gegen die „Jerusalem-Erklärung“ von US-Präsident Donald Trump auch auf das von israelischen Arabern bewohnte Wadi Ara im Norden Israels aus. Auf der Straße 65 warfen Araber Steine auf Busse und Polizeiwagen, 3 Menschen wurden dabei verletzt.
Ein besonders schweres Erlebnis hatte ein Fotograf der Zeitung Jediot Achronot. Gil Nehushtan beschribt in der heitigen Ausgabe, wie er einem Lynchversuch entkommen sei:
„Ich erreichte Wadi Ara, um die Demonstrationen zu dokumentieren und parkte mein Motorrad neben einer Reihe von Polizeiwagen an einer Busstation an der Straße 65. Zu einem bestimmten Zeitpunkt begannen die Demonstranten damit, Steine auf uns zu werfen. Die Polizei versuchte, die Unruhestifter von der Strasse fernzuhalten. Ich hielt mich in der Nähe der Polizisten auf, jedenfalls bis entschieden wurde, sie von dem Ort zu entfernen.
Nachdem die Polizisten evakuiert worden waren – die Kreuzung war dadurch zugänglich geworden – befand ich mich alleine gegenüber mehrerer Dutzend vermummter Männer, die begannen, Steine auf vorbeifahrende Autos zu werfen. Ich rannte auf mein Motorrad zu, dass neben den Polizeiwagen geparkt war. Aber als die Vermummten Steine auf uns warfen und ein Polizeiwagen getroffen wurde, ordnete der Befehlshaber an, die Gegend zu evakuieren, dies sollte umgehend geschehen, wäre ihm gesagt worden.

Mir blieb keine Zeit, nachzudenken. Ich stand alleine vor den vermummten Männern. Si entschloss ich mich, die Strasse entlang zu rennen und mich von dem Ort zu entfernen. Während ich wegrannte, sah ich, wie die maskierten Männer mein Motorrad zerstörten, da wurde mir klar, dass ich einem Lynchversuch entkommen war. Erst 15 Minuten später stoppte ein Polizeiwagen und ich erzählte den Polizisten, was passiert war. Danach wurde Verstärkung angefordert und die Polizeikräfte kehrten zum Ort zurück. Ich hoffe, dass sie sich das nächste Mal an ihren Eid erinnern werden, jeden Bürger Israels in jeder Situation zu schützen.“
Der Polizei soll der Vorfall zunächst nicht bekannt gewesen sein. Erst nachdem der Fotograf Anzeige erstattet hatte, wurde die Fahndung nach den Tätern aufgenommen.
Neunjähriges Mädchen durch Steine verletzt
Auch heute (Sonntag) kam es erneut zu Steinwürfen auf vorbeifahrende Autos. In der Nähe von Tekoa wurde ein neunjähriges Mädchen durch Steine leicht verletzt, die von Arabern auf der Straße 356 zwischen Efrat und Tekoa in Gush Etzion geworfen wurden.
Das Mädchen wurde zur Behandlung in das Hadassah Krankenhaus in Jerusalem gebracht.




