Die Universität von Kalifornien in Irvine gilt als eine der Hochburgen der BDS-Bewegung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Jeder Versuch, eine pro-israelische Veranstaltung auf dem Campus zu organisieren, oder gegen anti-israelische Demonstrationen im Rahmen der „Woche der Apartheid“ anzugehen, endet normalerweise mit Gewalt seitens pro-palästinensischer Aktivisten, die alles dafür tun, um Veranstaltungen für Israel zu verhindern und zu stören.
Das mussten auch im vergangenen Mai Mitglieder der Gruppe „Reservisten an der Front“ (Reservists on Duty) über sich ergehen lassen (siehe Video), die sich dennoch nicht davon abhalten ließen, in die Höhle des Löwen, der Universität von Kalifornien, zu kommen. Sie waren von der lokalen Organisation „Students Supporting Israel“ eingeladen worden, um den Dialog und die Koexistenz zu fördern und einen persönlichen Blickpunkt über das Leben in Israel zu geben.
Die Delegation besuchte die Universität während einer sogenannten „Anti-Zionisten-Woche“, in der Studentenorganisationen wie „Studenten für Gerechtigkeit in Palästina“ (SJP) und „Jüdische Stimme des Friedens“ (JVP) sich die Zeit nahmen, um Lügen über Israel und dem Zionismus zu verbreiten.
Die pro-palästinensischen Studenten bemühten sich mit voller Energie, die Israelischen Reservesoldaten zum Schweigen zu bringen, die versuchten, ihre Seite des Konflikts zu zeigen und die Lügen der pro-palästinensischen Organisationen zu entlarven. Die pro-palästinensischen Aktivisten versuchten zu verhindern, dass Studenten sich mit den Israelis unterhalten können, dabei kam aus auch zur Gewaltanwendung, als einer der Mitglieder des SJP eine Teilnehmerin der israelischen Gruppe anspuckte.
Der Höhepunkt wurde dann bei der Diskussionsrunde erreicht, zum dem die Israelischen Reservisten eingeladen worden waren. Die Reservisten luden die pro-palästinensischen Aktivisten ein, Fragen zu stellen und an der Diskussion mit teilzunehmen. Doch nur 30 Minuten später drangen weitere Mitglieder der SJP in die Halle ein und versuchten die Teilnehmer der Diskussionsrunde durch Schreie und Klatschen zum Schweigen zu bringen. Nach 20 Minuten mussten Sicherheitsbeamte eingreifen, doch auch denen gelang es nicht, die Kontrolle über die störende Menge zu bekommen. Die Situation drohte aus der Kontrolle zu geraten, so dass Polizisten die Israelischen Reservisten aus der Halle begleiten mussten.
Die „Reservisten an der Front“ reichten später Beschwerde bei der Universitätsleitung ein mithilfe der örtlichen „Students Supporting Israel“-Organisation. Die Campus-Polizei wurde daraufhin aufgefordert die Ereignisse zu untersuchen. Dabei wurden ihr Videos übergeben, die zeigen, wie die Aktivisten der pro-palästinensischen Studentenorganisation eine ungestörte Diskussion verhinderten. In der Beschwerde wurde weiter gesagt, dass die Israelis während der gesamten Woche Beschimpfungen und Beleidigungen ausgesetzt waren und auch bespuckt wurden.
Vor einigen Tagen entschied sich die Universitätsleitung zu einem drastischen Schritt und verhängte Sanktionen über die „Studenten für Gerechtigkeit in Palästina“. Über die Organisation wurde eine Bewährungszeit von zwei akademischen Jahren verhängt. Die Mitglieder der Organisation müssen an 12 Workshops teilnehmen, um zu lernen, wie man eine freie Meinungsäußerung gewährleistet. Außerdem muss jede von ihr geplante Veranstaltung auf dem Campus von der Universitätsleitung genehmigt werden. In ihrer Entscheidung schrieb die Leitung der Universität unter anderem: „Die Universität unterstützt alle Meinungen und einen freien Dialog und Ideenaustausch. Wir beschützen die freie Meinungsäußerung als Grundprinzip unserer Universität.“
Der Vorsitzende der „Reservisten an der Front“ begrüßte die Entscheidung der Universität. „Es ist wichtig, den Studenten zu zeigen, wer dieser gewalttätige Körper ist, der ständig damit beschäftigt ist, uns zum Schweigen zu bringen. Die SJP hat bereits die Grenze der Legitimation überschritten und ist zu einem antisemitischen Körper geworden, der Lügen über Israel (auch über Amerika) und dem Jüdischen Volk verbreitet und die jüdischen und pro-israelischen Studenten einschüchtert. Ihre Vorgehensweise gefährdet die freie Meinungsäußerung in Amerika. Die „Reservisten an der Front“ werden werden weiterhin überall dort besuchen, wo sie eingeladen werden, um zu sprechen, Lügen zu entlarven und die jüdischen Studenten und Organisationen zu unterstützen. Die Zeit, wo Menschen und Meinungen zum Schweigen gebracht werden, ist vorbei“, sagte Amit Deri.




